Auf dieser Seite gebe ich die Weisheitslehren kurz zusammengefasst so wieder, wie ich sie bisher verstanden habe.
Aus den Seiten der ganzen Homepage kann man zahlreiche Lebensregeln ableiten, wie man sich der Kunst des Lebens annähern kann, auch wenn man nicht erleuchtet ist.
Besonders wichtig ist für Sie zu wissen, wie Sie das, was Sie interssiert, in dieser umfangreichen Homepage finden können. Beispiel: Wenn Sie sich z.B. für den “Sinn des Lebens” interessieren, dann können Sie in einer Suchmaschine eingeben: sinn site:oekosophie.de . Dann finden Sie alle relevanten Stellen. Oder Sie verwenden die Suche am Ende des Inhaltsverzeichnisses.
Hier noch eine (unvollständige) Zusammenfassung, deren Reihenfolge willkürlich ist, denn jeder Mensch wird für sich eigene Prioritäten selbst setzen.
In der einfachsten Form kann man schlicht die 10 Gebote befolgen! Oder ist das zu einfach? Besonders wichtig ist vielleicht: Sich kein Bildnis machen von Gott! Weiter Gebote finden Sie am Schluß dieser Seite.
Gemäß der Tugenden leben Griechische Tugenden: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Besonnenheit Theologische christliche Tugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung.
Gegenwärtigkeit im Hier und Jetzt In der Gegenwart von Moment zu Moment spüren, was da ist, statt über Vergangenheit oder Zukunft zu grübeln, nachzudenken und von Sinnen zu sein. Wenn Sie einen Vogel zwitschern hören, bedeutet präsent zu sein: Das Zwitschern wahrnehmen ohne zu denken. Wenn man z.B. denkt, “jetzt höre ich den Vogel”, ist die Gegenwart schon vorbei und man ist in der Vergangenheit. Präsent zu sein ist wie das Gehen auf einem Grat: Fast ständig ist man links in die Vergangenheit oder rechts in die Zukunft abgeglitten. Beobachten Sie doch bitte mal bei sich, wie schnell man aus der Präsens herausfällt. Der Weise weiß, dass kein einziger Gedanke ernst genommen zu werden braucht. Nur das Tun zählt. Durch die Gedanken entstehen Stimmungen, die zur wahren Realität keinen Bezug haben. Mit den Gedanken hält man sich in seiner eigenen Gehirnzelle gefangen. Wenn es Ihnen gelingt, präsent zu sein, sind Sie frei von Sorgen und Ärger. Versuchen Sie es doch einfach immer und immer wieder. Nur das Spüren des Mysteriums in der Gegenwart zählt.
Nicht - Wollen Nicht stets sagen; “Ich will ...., Ich möchte ... Es sollte so oder so sein”. Statt dessen sich fragen: “Was will mich”? Siehe auch Seite “Wei Wu Wei”.
“Ich” weglassen Versuchen Sie mal, alle Ihre Sätze ohne “ich” zu denken und zu sprechen: Beispiel: Nicht “Ich sitze hier” , sondern “Ich bin mir eines Körpers gewahr, der hier sitzt”. Oder “Ich bin mir mir eines Egos gewahr, das etwas will”, Oder “Ich bin mir mir eines Egos gewahr, das etwas mit dem Ego-Maßstab bewertet”.
Nicht bewerten mit dem Ego - Maßstab. Mit Bauch, Herz und Geist ganzheitlich wahrnehmen und erfahren statt nur mit dem Gehirn auffassen und bewerten.
Nichts ist gut oder bös; das Denken macht´s dazu. (There is nothing either good or bad; but thinking makes it so). William Shakespeare (1564 - 1616)
Ärger, Wut, gewaltfreie Kommunikation (GFK) Wenn Sie sich ärgern, so seien Sie sich bitte bewußt, dass hinter Ihrem Ärger ein unerfülltes Bedürfnis von Ihnen steht. Beobachten Sie das mal und finden Sie heraus, welches Bedürfnis Sie eigentlich haben. Sich ärgern heißt, das Sie sich selbst ärgern - nicht der andere ärgert Sie: Wenn Sie auf eine Äußerung oder ein Verhalten anderer, das Ihnen nicht gefällt, reagieren, dann haben Sie vier Möglichkeiten:
1. Sie geben sich selbst die Schuld. 2. Sie geben dem anderen die Schuld. Das führt zu Zank, Wut und Scheidung! 3. Sie nehmen Ihre Gefühle und Bedürfnisse wahr. 4. Sie nehmen die Gefühle und Bedürfnisse des anderen wahr.
Wenn Sie die 4. Möglichkeit wählen, werden Sie sich nie mehr ärgern. Es liegt also an Ihrer inneren Einstellung, ob Sie sich ärgern oder nicht. Mehr dazu erfahren Sie bei Marschall B. Rosenberg, www.cnvc.org (Center for Nonviolent Communication) und seinen Schülern, z.B. www.gewaltfrei-frankfurt.de , besonders auf Seite “4-Schritte-Modell” oder bei www.gewaltfrei.de .
Erleben und genießen, statt besitzen. Alles Übel auf der Welt hat nur eine Ursache: "Das gehört mir!" Mello Nutzen (z.B. car sharing) statt besitzen. Immaterielle Werte schätzen statt materielle Werte besitzen.
Erfurcht vor den Kräften, die größer sind als wir und die wir nicht verstehen, statt diese in den Griff bekommen zu wollen oder sie zu verneinen.
Einverstanden sein mit der Wirklichkeit statt zu klagen „Unwillig klagst du und willst nicht einsehen, dass bei allem, was du beklagst, nur eines von Übel ist: dein Unwillen und deine Klagen. Nur ein Unglück gibt es für einen Menschen, nämlich, dass es Dinge in seinem Leben gibt, die er als Unglück ansieht.“ Seneca
Übereinstimmen mit dem Willen der höheren Intelligenz, statt mit dem Ego gegen die Wirklichkeit anzukämpfen. Also nicht: Meine Willkür geschehe. Dazu gehört Resilienz – Gedeihen trotz widriger Umstände Wissen, dass jeder sich trotz früherer Widrigkeiten postiv weiterentwicheln kann, siehe z.B. Tagungsbericht Resilienzkongress Zürich 02/2005.
Wenn z.B. jemand sich als Kind von der Mutter nicht geliebt fühlte, so kann er als Erwachsener entweder jahrelang darüber klagen, was nichts bringt, oder er weiß: Klagen ist kindisch, ein Erwachsener sieht sich die Situation an und fragt: Was kann ich aufgrund dieser Vorgeschichte jetzt tun? Man kann immer innere Arbeit tun,sich weiterentwickeln und sich entfalten. Beispiel: Ein Mann wirft seiner Mutter vor, sie sei mit Ihm als Baby auf den Balkon im 10. Stock getreten, um mit ihm hinunterzuspringen. Er wirft ihr jahrzehntelang vor, dass sie ihn habe umbringen wollen und das dieses Trauma ihn an einem guten Leben hindere. Dabei übersieht er völlig, dass die Mutter im letzten Moment nicht gesprungen ist, sondern ihn anschließend jahrelang großgezogen hat.
Erste Ursache Sie könnten - wenn Sie wollten - bei jeder Ihrer Körperbewegungen die Erste Ursache wahr-nehmen - denn Sie können nichts bewegen ohne ihre Lebensenergie, ohne ihr Bewusstsein, ohne die Erste Ursache.
Die Wirkung des Numinosen als Erste Ursache ist wie folgt leicht einsehbar: Derselbe Wind läßt viele Drachen steigen. Gunthard Weber
Ruhe, Stille und Meditation Haben Sie einen “Raum der Stille”, in den Sie sich täglich zurückziehen, um “aufzutanken”? Das kann irgendwo in der Wohnung sein , in der Natur, unter dem Sternenhimmel oder, oder , oder.... . Wichtig ist, dass Sie dort täglich zur Ruhe kommen , dort vielleicht “Ihre lächelnde Stille im Zentrum des Herzens” spüren. So können Sie täglich Stille, innere Ruhe, inneren Frieden und Gelassenheit spüren und erfahren. “Nur in der Stille können wir die feine Stimme in uns erfahren, die uns Führung zuflüstert. Sie ist so leise und zart, dass unsere Gedanken still stehen müssen, damit wir sie überhaupt wahrnehmen können.” Barbara Simonsohn. Sie können meditieren oder kontemplieren und dabei üben, in der Gegenwärtigkeit, siehe oben, zu sein. Siehe auch den Text “Stille und Ruhe statt Hast und Hetze. Bei sich sein statt außer sich zu sein.” im Anhang auf dieser Seite “Wer bin ich”.
Innerer Frieden in der Stille suche und finden, statt Streit, Gewalt und Krieg anzuzetteln. Siehe auch am Ende der Seite “Wer bin ich”. Siehe auch den Text “Stille und Ruhe statt Hast und Hetze. Bei sich sein statt außer sich zu sein.” im Anhang auf dieser Seite.
AIlein-Sein genießen, um zu sich selbst zu kommen und die Geborgenheit in meinem Sein zu spüren statt vor der Einsamkeit Angst zu haben und ihr sofort zu entfliehen. Gegenstandslose Meditation (die von jeder Konfession frei ist). Siehe auch den Text “Stille und Ruhe statt Hast und Hetze. Bei sich sein statt außer sich zu sein” im Anhang auf dieser Seite.
Ganzheit Versuchen, die Ganzheit zu spüren. Stets den Dualismus bemerken, wenn er auftritt.
Furchtlos und frei durchs Leben gehen, weil man weiß, wer man in Wirklichkeit ist, also keine Furcht vor dem Tod hat, statt ständig Angst zu haben, dass dem Körper etwas zustoßen könnte. Das bedeutet, sich bei allem stets zu fragen: “Wer bin ich?” Siehe auch das Thema “Freiheit” auf der Seite “Wer bin ich?”
Den eigenen, inneren Kritiker abwehren statt sich ständig selbst Vorwürfe zu machen. Wer kann eigentlich wem Vorwürfe machen?
Minderwertigkeitsgefühle zurückweisen: Das Minderwertigkeitsgefühl ist eine falsche Emotion, die nicht ernst genommen zu werden braucht. Beispiel: Ein Seminarleiter hält einen 100 Euro-Schein hoch und fragt die Gruppe: “Wer möchte diesen Schein?”. Alle melden sich. Er zerknüllt den Schein und fragt dann: “Wer möchte diesen Schein?”. Alle melden sich. Nun wirft er den Schein auf schlammigen Boden, tritt darauf herum, bis der Schein ein unansehnliches, dreckiges Häufchen ist und fragt: “Wer möchte diesen Schein?”. Wieder melden sich alle - weil der Schein seinen inneren Wert behält. So ist auch der innere Wert eines jeden Lebewesens unvergänglich vorhanden, egal, wie die Oberfläche aussieht oder wie man sich (fälschlicher Weise) fühlt. Stellen Sie sich mal vor, Sie bestünden im Kern aus einem Smaragd, so groß wie die Zugspitze. Dann spüren Sie Ihren Wert in sich und fühlen sich unabhängig von der Beurteilung anderer Leute und unabhängig von der Beurteilung durch Ihren inneren Richter. Aber werden Sie bitte nicht übermütig: Wenn Ihr Wahres Wesen so wertvoll wie ein Smaragdberg ist, dann ist dieser Smaragdberg auch in jedem anderen Lebewesen genauso vorhanden! Jedes andere Lebewesen - Pflanzen, Tiere Menschen- ist ebenso kostbar. Mehr dazu auf den anderen Seiten. (Sie können in einer Suchmaschine suchen mit: wert site:oekosophie.de ).
Güte und Großzügikeit statt Engherzigkeit und Rechthaberei.
Freude im Herzen finden statt Vergnügen und Nervenkitzel von außen.
Sich seines Lebens freuen statt das Leben gequält aushalten. Über die Gabe des Lebens glücklich sein.
Sich und die anderen lieben statt sich und die anderen gering schätzen.
Mit der Seele verbunden sein statt von der Seele abgeschnitten zu sein und nur vom Ego angetrieben zu sein.
Dankbar sein statt haben wollen, was mir fehlt ( Ressourcenverbrauch).
- Lesen
Jeder kann Bücher auswählen und lesen, die entweder aus dem Dualismus heraus von Normalbürgern oder aus der All-Einheit heraus von Weisen geschrieben wurden. Auf meiner Seite “Bücher” finden Sie sehr viele Anregungen dazu. Sie haben die Wahl. Das gilt nicht nur für Autoren, sondern auch für Ihre Auswahl von Philosophen, Psychoanalytikern, Menschen, Lehrern oder Meistern, mit denen Sie sich künftig intensiv befassen wollen.
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- Kurse , Workshops besuchen
Es gibt zahllose Angebote. Aus meiner Sicht sollten Sie sich nur Referenten oder Lehrer auswählen, die die All-Einheit kennen und leben. Auf meiner Seite “Bücher” finden Sie sehr viele Anregungen dazu. Besonders könnten Sie sich die Programme ansehen bei: http://www.benediktushof-holzkirchen.de/ http://www.bildungsstaette-seeg.de/ www.zist.de
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- Therapie machen
Achtung: Ich schätze, dass 99% der Psychotherapeuten selbst nichts von unserer Waren Natur oder der Seele verstehen. Das wird an der Universität nicht gelehrt! Suchen Sie sich also einen Therapeuten, der mit der Seele arbeitet.
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- Sich einen Lehrer suchen
Wozu braucht man einen spirituelle Lehrer? Beispiel 1: Wenn Sie als Wanderer an den Rand einer 5 Millionen Stadt in Indien ankommen und eine bestimmte Strasse in der Stadt suchen, können Sie entweder alleine (sehr lange) herumsuchen oder sich führen lassen. Beispiel 2: Die mystischen Traditionen der fünf Weltreligionen sind wie fünf verschiedene Aufstiegs-Wege auf einen Berg. Für den schwierigen Aufstieg durch die Felsen können Sie entweder alleine den Weg suchen oder einen erfahren Führer um Hilfe bitten. Laufen müssen Sie aber selbst. Beispiel 3 Als der Meister gefragt wurde, was er an seinen Schülern tue, sagte er: “Dasselbe, was ein Bildhauer an einer Tigersstatue tut: Er nimmt einen Marmorblock und schlägt alles ab, was nicht wie ein Tiger aussieht.” Als sein Schüler später wissen wollte, was er damit genau meine, sagte der Meister: “Meine Aufgabe ist, alles wegzumeißeln, was nicht du bist: Jedes Denken, Empfinden, jedes Verhalten, jeden Zwang, der dir aus deiner Bildung und Vergangenheit anhaftet. Mello
- Sich entfalten, sich weiterentwickeln
Jeder kann an sich arbeiten, sprich “Innere Arbeit” tun, um sich weiterzuentwickeln zu mehr Bewusstheit und um sein volles menschliches Potential zu entfalten, das durch die Erziehung im Kindesalter zugedeckt wurde, Wenn Sie die Sehnsucht nach ihrer wahren Natur und der absoluten Wahrheit haben, wenn Sie Ihr Ego und Ihren Inneren Richter loswerden wollen und zum egolosen Sein kommen wollen, dann tun sie das, wonach es sie drängt.
- Nicht wissend den Weg, gehe ich den Weg mit offenen Händen.
Das bedeutet, dass niemand seinen Entwicklungsweg mit dem Ego steuern kann. Jeder kann also nur stets versuchen, sein Bestes zu tun und zu geben. Wo das hinführt, ob in eine Sackgasse oder ob es weiterführend ist, wird sich später herausstellen. Man tut also in jedem Moment sein Bestes. Beispiel: Haus durchlüften: An sehr heißen Sommertagen schließt man Fenster und Läden, um sich vor der Hitze zu schützen. Wenn man abends Durchzug haben will, muß man abends selbst die Läden und Fenster öffnen. Ob dann aber ein kühler Wind bläst oder es windstill bleibt, steht nicht in unserer Macht. Fazit: Sich dafür öffnen, was kommt!
- Die Erleuchtungs-Erfahrung – die unio mystica – kann man nicht mit dem Ego-Willen erlangen, sie kann einem nur als Gnade geschenkt werden - nach entsprechender eigener Vorbereitung.
Bewusst leben Jeder wird mehr oder weniger von seinem Unbewussten regiert. Wenn Sie bewusst leben, können Sie ab und zu erkennen, was gerade unbewusst abgelaufen ist. Wenn Ihnen Unbewusstes bewusst wird, dann tritt eine Änderung von selbst ein. Eine Methoder der Selbstentfaltung ist es, sich immer mehr seiner unbewussten Antriebe bewusst zu werden. Siehe auch Seite “Freiheit”. Beispiel: Autobiographie in fünf Kapiteln 1. Ich gehe die Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich falle hinein. Ich bin verloren ... Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, wieder herauszukommen.
2. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich tue so, als sähe ich es nicht. Ich falle wieder hinein. Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein. Aber es ist nicht meine Schuld. Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.
3. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich sehe es. Ich falle immer noch hinein ... aus Gewohnheit. Meine Augen sind offen. Ich weiß wo ich bin. Es ist meine eigene Schuld. Ich komme sofort heraus.
4. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich gehe darum herum.
5. Ich gehe eine andere Straße.
Sogyal Rinpoche
Homo sapiens sein statt homo egoisticus sein.
Einfache Zusammenfassung: Wahrer Mensch sein.
Lebensweisheit: Möge ich die Gelassenheit haben, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden. nach Ch. F. Oettinger
Üben und nicht verzweifeln Wenn Sie vorhaben, das eine oder andere täglich zu üben, dann werden Sie immer wieder merken, dass Sie das Üben vergessen und Ihr Ziel immer noch nicht erreicht haben. Natürlich machen Sie sich dann Vorwürfe deshalb. Ist das förderlich? Nein ! Es ist völlig normal, dass das Üben die ersten 10 000 Mal nicht klappt und nicht fruchtet. Dann übt man eben weitere 10 000 Mal. Weisen Sie Ihren inneren Richter = inneren Kritiker zurück, behandeln Sie sich selbst liebevoll und fangen Sie einfach unentwegt immer wieder an zu üben. Wer in Ihnen ist es eigentlich, der Sie kritisieren darf? Die Antwort finden Sie auf den anderen Seiten. Was wissen Sie mehr als Ihr Selbst ?
Der wahre Friede Wahrlich, wir sind und wollen und wollten stets etwas sein, immer einer über dem anderen. Darum aller Streit und alle Mühe: dass man etwas ist, dass man groß, reich, hoch und mächtig ist. Ein jeder will stets etwas sein und scheinen.
Aller Jammer kommt allein davon, dass wir etwas sein wollen. Das Nichts-sein, das hätte in allen Lebensweisen, an allen Orten, an allen Leuten, völligen, wahren, wesentlichen, ewigen Frieden und es wäre das Seligste, das Sicherste und das Edelste, das diese Welt hat, - aber niemand will daran, weder reich noch arm, weder jung noch alt. Johannes Tauler, 1300 - 1361.
Anhang: Hier noch weiter Gebote zum selbst Nachdenken und Weiterdenken: Aus den 300 Mönchsgeboten des Kloster-Taoismus in China:
1. Gebot. "Du sollst kein lebendes Wesen töten noch sein Leben schädigen." 2. Gebot. "Du sollst keines lebenden Wesens Fleisch und Blut als Speise verzehren." 3. Gebot. "Du sollst keine starken Getränke trinken." 4. Gebot. "Du sollst die fünf Bitterkräuter (Knoblauchgewächse) nicht essen , 5. Gebot. "Du sollst nicht einschmeichelnd, noch doppelzüngig, noch unwahr reden." 6. Gebot. "Du sollst keine boshaften noch beschimpfenden Reden führen." 7. Gebot. "Du sollst nicht grundlose Lügen als begründet annehmen und unbezeugte Lügen als bezeugte." 8. Gebot. "Du sollst nicht heimlich nach Frauen und Mädchen blicken und so auch nur die geringsten unzüchtigen Gedanken wecken." 9. Gebot. "Du sollst Niemandem etwas stehlen noch rauben." 10. Gebot. "Du sollst andere nicht (einmal) um eine Kupfermünze betrügerisch übervorteilen." - 11. Gebot. "Du sollst nicht Anschläge machen auf irgendwelchen Besitz anderer." 12. Gebot. "Du sollst.nicht ungerecht begehren nach dem Besitz anderer." 14. Gebot. -Du sollst gegen die Güte und Liebe deiner Lehrer nicht undankbar sein." 15. Gebot. "Du sollst gegen Edle nicht neidisch und gegen Tüchtige nicht mißgünstig sein." 18. Gebot. “Du sollst Alte und Kinder nicht betrügen noch hintergehen." 115. Gebot. "Du sollst Bettler nicht zurückstoßen und verächtlich behahdeln." 145. Gebot. "Du sollst nicht prahlen mit deiner Fähigkeit, andere zu heilen." 218. Gebot. "Du mußt darauf bedacht sein, zuerst andere zu erlösen, danach dich selber."
Ehrfurcht vor dem Leben 34. Gebot. "Du sollst ... Haustiere nicht peitschen noch schlagen." 35. Gebot."Du sollst nicht mit Absicht Insekten und Ameisen zertreten." 36. Gebot. "Du sollst nicht mit Angelhaken oder Pfeilen dich ergötzen, um dir ein Vergnügen zu machen." 37. Gebot. "Du sollst nicht auf Bäume klettern, um Nester auszunehmen und die Eier zu vernichten." 63. Gebot. -Du sollst nicht Vögel oder Vierfüßler in Schlingen und Netzen fangen." 64. Gebot. "Du sollst Vögel, die im Neste brüten, nicht erschrecken und aufscheuchen." 65. Gebot. "Du sollst nicht grundlos Blumen und Gras abpflücken und ausreißen." 66. Gebot. "Du sollst nicht grundlos Bäume umhauen." 67. Gebot. "Du sollst keine Triften noch Bergwaldungen abbrennen." 68. Gebot. "Du sollst in den Wintermonaten keine in der Erde überwinternden Tiere ausgraben." 112. Gebot. "Du sollst den Erdboden nicht mit heißem Wasser übergießen, um dadurch Insekten und Ameisen zu vertilgen." Albert Schweitzer, 1935.
Stille und Ruhe statt Hast und Hetze. Bei sich zu sein statt außer sich zu sein von Günter A. Ulmer
Die Natur kennt keine Hast. Erst der Mensch hat die Hektik in die Welt gebracht. Er will alles überstürzen: atmen, gehen, sprechen, essen, schreiben nichts geschieht mehr in der gelassenen Ruhe, mit der die Blumen wachsen, die Rehe äsen und die Flüsse dahinziehen. Doch gerade in der Stille liegt ein Geheimnis des Reifens, ja in der Stille liegt die Kraft. Je langsamer ein Baum wachst, desto besser ist sein Holz. Es gibt Menschen, denen Hast und Hektik zum Lebensstil geworden ist. Der Hastende bleibt aber immer an der Oberfläche der Dinge. Viele Entscheidungen scheitern am Zeitfaktor, doch die Zeit ist unschuldig; es kommt darauf an, wie wir mit ihr umgehen. Nur der Ruhige nimmt sich Zeit, in die Tiefe zu dringen. Warum hasten wir? Vielleicht deshalb, weil wir es verlernt haben, uns am Augenblick zu freuen. Wir sind immer in Gedanken schon einige Schritte voraus. Lernen wir es doch wieder, den Augenblick ganz zu erfüllen, als ob nichts mehr hinter ihm käme. Kraft kann in der Stille empfinden werden. In der Zurückgezogenheit kann die Gedankenkraft wie ein Funke zünden und sich weiter entwickeln. Laotse erkannte: „Die größte Offenbarung ist die Stille. Im fließenden Wasser kann man sein eigenes Bild nicht sehen, wohl aber im ruhenden Wasser. Nur wer selber ruhig bleibt, kann zur Ruhestätte all dessen werden, was Ruhe sucht." In der Zurückgezogenheit können Erinnerungen verstärkt und der Sinn für die Kontinuität des Lebens gefestigt werden. Hier kann man zu sich selber finden, seine Seele formen und auch die inneren Ängste überwinden. Die Kraft des Lebens kommt von innen. Bei dem heutigen Erlebnisangebot fällt es oft sehr schwer, noch abzuschalten und noch innen zu gehen. Wer immer nach außen gelebt hat, wird den Umgang mit sich üben müssen. Es geht sicher nicht nur darum, das Leben auszuschöpfen allein in der Breite, Höhe und Länge, sondern auch in der Tiefe. Erst in der Stille kann sich für uns der ganze Reichtum der Lebensmöglichkeit aufbauen, auch im Überdenken und im Erkennen des eigenen Weges. Die Umwelt kann ich nicht verändern, aber mich selbst kann ich jederzeit ändern. Wer den Weg zu sich selber gehen möchte, kann sich in einer stillen Stunde fragen: „Was ist für mich wichtig und was ist für mich unwichtig?“ Erst ein gelassenes Lassen-können und schöpferische Pausen machen uns frei auf dem Weg zu uns selbst und zu anderen Menschen. Wir werden ruhiger, zufriedener, harmonischer und liebevoller. So wie aus der wahren Stille Frieden erwächst, so erwächst aus dem wahren Frieden ungetrübte Freude und Zuversicht. So sind wir in der Lage, unsere inneren seelischen Prozesse besser zu erkennen und für unser Wohlbefinden nutzbar zu machen. Gerade unser inneres Wesen wirkt sehr entscheidend auf unser Lebensglück ein. Das Geheimnis des Wohlbefindens liegt nicht so sehr außerhalb als vielmehr im Innern, nämlich in unserem Denken und Fühlen. Einprägsamer kann Friedrich Schiller es nicht ausdrücken: „Fürchte dich nicht vor der Verwirrung außer dir, aber vor der Verwirrung in dir; strebe nach Einheit, aber suche sie nicht in der Einförmigkeit; strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.“ Günter A. Ulmer
Sehr viele Hinweise für das tägliche Leben findet man auch bei Seneca (4 v. Chr.- 65 n. Chr.), z.B. “Vom glückseligen Leben” oder “Von der Gemütsruhe”.
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