Lebenskunst, Glücklich sein, Denken

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    Eine wirkliche mystische Erfahrung führt in die Einheit, die Non-Dualität. Das individuelle Menschsein wird klar als Illusion erkannt. Dies ist kein Gefühl, sondern eine innere Gewissheit, dass nichts getrennt sein kann, ein tiefes Erfahren der Verbundenheit aller Wesen.
    Willigis Jäger


    Leben ist das, was geschieht, während du andere Dinge im Kopf hast .  
    John Lennon

    Leben heißt eigentlich erleben
    Bruno H. Bürgel

    Jeder Mensch will glücklich sein.
    Um das zu erreichen, will fast jeder etwas mehr haben als er derzeit hat.
    Oder: Wer Geld hat, will noch mehr haben.
    Dazu gibt es ein gutes Cartoon
    Glücklichsein ist eine Reise.pps

    Das rechte Verständnis davon, was oben mit “sein” und was mit “haben” gemeint
    wird, ist der Schlüssel zum glücklich sein.

    Auch hier gilt das Menschenbild, wie es auf der vorhergehenden Seite beschrieben wurde.

    Sind Hoffnung und Angst ausgelöscht, dann ist die Sorge überwunden.
    Longchenpa

    Es gibt drei Gruppen von Menschen:

    Erste Gruppe:
    Diese Menschen wollen nicht unglücklich sein, wollen nicht leiden, wollen keine Schmerzen. Sie haben Angst vor einem unglücklichen Leben, das die Hölle auf Erden ist und evtl. haben sie auch Angst vor der Hölle im Jenseits. Diese Gruppe hat stets Angst vor Unglücklichsein und Leiden. Diese Gruppe ist mit der Gegenwart unzufrieden und sehnt sich stets nach einer besseren Zukunft.
    Ursache dafür ist, dass man die gegenwärtige Situation als unzureichend bewertet und sie ablehnt und man etwas Besseres begehrt.

    Zweite Gruppe:
    Diese Menschen sehnen sich nach Glück, nach Wohlergehen, sie sehnen sich nach dem Himmel auf Erden und ggf. nach dem Himmel im Jenseits.
    Diese Gruppe ist mit der Gegenwart unzufrieden und sehnt sich stets nach einer besseren Zukunft. Ursache ist auch hier das Ablehnen der gegenwärtigen Situation und das Begehren von etwas Besserem.
    Beide Gruppen sind insofern gleich, als sie das ablehnen, was gerade jetzt ist. Sie lehnen die Realität oder die Wahrheit ab. Das verursacht das eigene Leiden.

    Es ergibt sich die Frage: Was macht glücklich? Das weiß man meistens nicht wirklich.
    Verschiedene Untersuchungen haben ergeben:
    Nicht glücklichen machen: Reichtum, Gesundheit und Bildung.
    Glücklich machen: Gute Sozialkontakte, Liebe, Aktivitäten, innere Einstellungen von Dankbarkeit und vergeben können und den Käse sehen statt der Löcher.

    Den beiden ersten Gruppen gehören fast alle 6 Milliarden Menschen an.
    Diese leben aus ihrer Persönlichkeit = Ego heraus und haben eine dualistischen Weltanschauung. Sie bewerten gedanklich die gegenwärtige Situation anhand der eigenen Maßstäbe, lehnen die momentane Situation ab und begehren etwas anderes, als das, was momentan ist. Für das Denken gibt es keine andere Möglichkeit, als das Leben so zu beurteilen, wie es die beiden ersten Gruppen tun. Die Funktion des Verstandes besteht darin, abzulehnen, zu begehren oder zu hoffen.
    Wut und Empörung bedeuten z.B., dass man ablehnt, was gerade geschieht und aus einer Haltung des Haben-Wollens heraus möchte, dass etwas anders geschehen soll. Wenn es irgendein Wollen gibt, dann ist da auch eine Ablehnung dessen, was da ist. Die Haltung der Persönlichkeit ist nichts als ein Ablehnen dessen, was da ist, und eine Hoffnung auf etwas Besseres. Die Haltung der Persönlichkeit ist eine Bewegung von Angst und Hoffnung: Angst vor Schmerz und Hoffnung auf Lust. Hoffnung ist die Ablehnung der Gegenwart.
    Wenn man aus einer Haltung des Haben-Wollens, Leistung-Wollens, Zielerreichen-Wollens lebt, stärkt und vergrößert man die Persönlichkeit. Die Bewegung der eigenen Gedanken kann man als fieberhafte Aktivität sehen, etwas zu erreichen, etwas zu bekommen, auf etwas zu hoffen, sich etwas vorzustellen, was besser ist als jetzt.
    Doch immer ist das da, was da ist. Was da ist, ist wirklich da, ob es einem gefällt oder nicht. Ablehnen macht nicht, dass es weg geht. Wenn man die Wahrheit ablehnt, entstehen Konflikte und Leiden.

    Wie sonst könnte man denn  noch leben?
    Man kann entsprechen seiner Natur wesensgemäß leben statt zu denken und zu bewerten.
    Goethe hat sehr schön ausgedrückt, dass man durch Denken nicht weiterkommt:

    Habe nun, ach, Philosophie, Juristerei und Medizin und leider! auch Theologie studiert mit heißem Bemühn. Da steh’ ich nun, ich armer Tor! und bin so klug, als wie zuvor; ....
    Und sehe, dass wir nicht wissen können!....
    Drum hab ich mich der Magie ergeben.....
    Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält:
    Schau’ alle Wirkenskraft und Samen und tu’ nicht mehr in Worten kramen.
    Goethe Faust

     

    Dritte Gruppe:
    Diese lebt in der Wahrheit,
    statt das Glück zu suchen:
    Diese Menschen lehnen die Gegenwart nicht ab, sie leben in der Gegenwart und spüren und fühlen jeden Moment, was es wahrzunehmen gibt. Sie sind daran interessiert, die Wirklichkeit und die Wahrheit wahrzunehmen und zu spüren, was in jedem Moment stattfindet und sind neugierig auf jeden neuen Augenblick und haben ihr Ego-Wollen zurückgestellt.

    Sie leben wesensgemäß, denn: Was ist, ist.
    Die Gruppe PUR singt: “Es ist, wie es ist”.
    Das “was ist” ist die Realität, die Wirklichkeit und die Wahrheit.
    Das “was ist” wird nicht aus dem Ego heraus gedanklich bewertet, denn während man in Gedanken ist, im Kopfkino gefangen ist und grübelt, kann man nicht fühlen. Während man fühlt, ist man in der Gegenwart, denn z.B. die Zukunft kann man nicht fühlen.
    Während man fühlt und spürt ist man nicht im Dualismus, sondern eins mit seinem einen Gefühl.
    Wenn man wesensgemäß weder mit Ablehnung noch mit Hoffnung beschäftigt ist, stellen sich Harmonie und Glück ein.
    Es kommt also darauf an, ob man aus dem Ego heraus oder aus dem Wesen heraus lebt.
    Nach Erich Fromm geht es um die Fähigkeit, sich am SEIN zu erfreuen anstatt am Haben oder am Gebrauchen. Das ist dann echte Lebensqualität


    Denken oder Spüren
    Wenn jemand viele Stunden intensiv über ein Problem nachdenkt,
    wie z.B. unten auf dem Bild vom Denker (von Rodin),
    dann spürt er kein Durstgefühl, kein Hungergefühl, keinen Harndrang. Er spürt nicht, dass er atmet, dass die Sitzknochen auf den Stuhl drücken, dass die Fußsohle den Boden berührt, dass der Oberkörper schief und krumm sitzt und er die Bandscheiben der Lendenwirbelsäule übermäßig stark belastet. Er spürt auch keine Intuition oder Inspiration.
    In diesem Zustand des Denkens, des Grübeln, des Hirnens ist man außer sich, gedankenverloren, geistesabwesend, man sitzt in seiner Gehirnzelle, man ist
    im Kopfkino gefangen
    Dennoch holt sich der Körper sein Recht. Man denkt und plant beim Denken nicht, wann man z.B. aufs WC will, sondern steht spontan und gedankenverloren auf, geht aufs WC und weiß es hinterher oft nicht mehr. Und irgendwann unterbricht man die Arbeit und isst etwas. Das Wesentliche, das Wichtige, das Lebenswichtige geschieht ohne Denken spontan.

    Bewusst da sein - statt gedankenverloren zu grübeln, zu sinnieren, zu hirnen, geistesabwesend zu sein, oder im Kopfkino gefangen zu sein - bedeutet z.B.:

                                                     Bewusst sein,

    statt gedankenverloren zu sein

                                               bedeutet konkret:

     

    Schmecken, was ich kaue,

    statt an etwas zu denken

    Riechen, was gerade duftet,

    statt an etwas zu denken

    Sehen, was gerade zu sehen ist,

    statt in Gedanken vertieft zu sein

    Hören, was gerade tönt,

    statt in Gedanken verloren zu sein

    Fühlen, was gerade zu fühlen ist,

    statt geistig abwesend zu sein

    Die innere Stimme wahrnehmen,

    statt vor sich hinzuträumen

    Auf sein Herz hören,

    statt von einem Film gefesselt zu sein

    Auf die Weisheit seines Körpers hören,

    statt an etwas zu denken

    Intuition wahrnehmen,

    statt an etwas zu denken

    Spüren, was jetzt gerade wirklich da ist,

    statt an etwas zu denken

    Bewusst sein heißt, fühlen und spüren und

    nicht zu grübeln oder zu denken.

     

     



    Mit Denken ist hier das Grübeln, Sinnieren, das Kopfkino oder Hirnen gemeint, die dann im Menschen Stimmungen erzeugen. Nicht gemeint ist das logische Planen und Organisieren.
    Beispiele:
    Was nützt Liebe in Gedanken?
    Was hilft es einem Dürstenden, an Wasser zu denken?
    Was hilft es einem Frierenden, ans Feuer zu denken?
    Es geht um ganzheitliches, also nicht-dualistisches Wissen aus unseren Bauch-, Herz- und Geist-Zentren (Intuition).

    Der Unterschied zwischen “einfach da sein” und “gedankenschwer grübeln” ist auch an der Körperhaltung zu erkennen:

             Mann, der einfach da ist.                      Mann, der grübelt (Rodin: Der Denker)

    Ganzheitlich gesehen weiß der Weise oder Mystiker, dass kein einziger Gedanke aus dem Ego heraus ernst genommen zu werden braucht.

    Die Irre durchherrscht den Menschen, indem sie ihn beirrt.
    Martin Heidegger: Vom Wesen der Wahrheit

    Nur das Spüren des Mysteriums  in der Gegenwart zählt.
    Christlich ausgedrückt: Nur im gegenwärtigen Moment kann man sich der Gegenwart Gottes bewusst sein.

    Fernsehen, Filme, Bücher
    Informationen im Fernsehen:
    Diese sind meistens nicht wesentlich, da sie nicht zum Wesen führen.
    Spannende Filme: Diese stammen aus einer Traumfabrik und erzeugen im Zuschauer eine Identifikation mit einer Traumwelt. Beim Schauen ist man
    geistesabwesend und im Kopfkino gefangen.
    Man spürt seinen Atem nicht, man spürt seine Sitzknochen nicht, man spürt nicht sein Da-Sein. Man bekommt Emotionen, die mit der Realität in dem Raum, in dem man ruhig sitzt, nichts zu tun haben.
    Naturfilme:
    Hier kann man ergriffen und zutiefst beeindruckt von der Größe und Vielfalt der Natur sein - man solllte das aber während des Films spüren und nicht geistesabwesend sein.
    Bücher lesen: Bei spannenden Büchern ist man auch so absorbiert, dass man das Wesentliche im Augenblick nicht wahrnehmen kann.
    PC-Arbeit oder Spiele: Man ist ebenfalls so absorbiert, dass man das Wesentliche im Augenblick nicht wahrnehmen kann.
     

    Liebe ist etwas Wunderbares – ich habe schon viel darüber gelesen.
    Aldinger

    Durch die Gedanken entstehen Stimmungen, die zur wahren Realität keinen Bezug haben.
    Wenn man stets genau in der Gegenwart präsent ist und spürt, was ist, dann hat man keine Zeit, mit den Gedanken in die Vergangenheit oder Zukunft abzuschweifen.


    Wer stört beim Schauen?
    Es sind die Benenner des “Unnennbaren”.
    Johann Frank

    Es ist sehr interessant, wie ein islamischer Mystiker dies 1998  beschreibt.
    Sie finden den wertvollen Text  
    Hier .


    Wir gehen immer verloren,
    wenn uns das Denken befällt
    und werden wiedergeboren,
    wenn wir uns ahnend der Welt anvertrauen
    Gebser


    Der Intellektuelle sitzt lebenslänglich in seiner Gehirn - Zelle.
    Kersten

    Nan-in, ein japanischer Meister der Meiji Zeit, empfing den Besuch eines Universitätsprofessors, der etwas über Zen erfahren wollte. Nan-in servierte Tee. Er goss die Tasse seines Besuchers voll und hörte nicht auf weiterzugießen.
    Der Professor beobachtete das Überlaufen, bis er nicht mehr an sich halten konnte. «Es ist übervoll. Mehr geht nicht hinein! »
    «So wie diese Tasse», sagte Nan-in, «sind auch Sie voll mit Ihren eigenen Meinungen und Spekulationen. Wie kann ich Ihnen Zen zeigen, bevor Sie Ihre Tasse geleert haben?»

    “ Meister, wenn Gott in seiner Allmacht einen so schweren Stein erschafft, den Er nicht heben kann, dann ist Er ja nicht mehr allmächtig? “
     “ Sophisten-Grünschnabel! Gott hat besseres zu tun, als deiner Logik zu gehorchen. “
    Aldinger

    Spaziergänger zum Hirten:
    ” Sehr einsam hier! Was denken Sie denn so immer den lieben langen Tag? “   
    “ Denken Sie, ich bin so einfältig und denke immer etwas?“
    Aldinger
     

    Das Wesentliche geschieht ohne unser Denken:
    Keiner hat bei seiner Geburt etwas gedacht, keiner wird beim Sterben durch sein Denken gerettet. Keiner denkt und regelt mit dem Ego seinen Herzschlag, seine Atmung, die Funktion von Leber, Niere usw....Keiner hat es durch Denken im Griff, dass er nach dem Schlaf morgens wieder auffwacht
    Das Sein funktioniert ohne die Führung durch unseren Verstand
    aufgrund der Ersten Ursache.

    Nichts ist gut oder bös; das Denken macht´s dazu.
    (There is nothing either good or bad; but thinking makes it so).
    William Shakespeare (1564 - 1616)

    .......... wie kläglich, wie schattenhaft und flüchtig, wie zwecklos und beliebig sich der menschliche Intellekt innerhalb der Natur ausnimmt; es gab Ewigkeiten, in denen er nicht war; wenn es wieder mit ihm vorbei ist, wird sich nichts begeben haben.......
    ..... und wie jeder Lastträger seinen Bewunderer haben will, so meint gar der stolzeste Mensch, der Philosoph, von allen Seiten die Augen des Weltalls teleskopisch auf sein Handeln und Denken gerichtet zu sehen.........
    Nietzsche: Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne.
    Der ganze Text bei  
    http://www.geocities.com/thenietzschechannel/tlsg.htm  .

    Unser Verstand ist der Beweis für den Humor Gottes
    Aldinger


    Nochmal der Vers von P. Bomas von der Konsum-Seite:
    Mach dich zum Leben auf! Lebe!
    Freude wird deinen Geist erfüllen .
    Deine Augen sehen wieder die Blume, die blüht.
    Deine Ohren hören wieder den Vogel, der pfeift .
    Du arbeitest mit deinen Händen.
    Herrlich schmeckt ein Stück Brot, ein Glas frisches Wasser.
    Wenn die Sonne scheint, fängst du an zu tanzen,
    und im Regen kannst du pfeifen.
    Und du wirst spüren:
    Wir sind gemacht für die Freude.
    Phil Bosmans

    Die Menschen der dritten Gruppe sind Weise, die präsent spüren, was ist, und nur notwendige organisatorische Dinge überlegen, aber nie grübeln.
    Sie sind einverstanden mit dem, was im Moment ist. Sie sind interessiert an der Realität, an der Wahrheit, und nicht an Leid oder Freude.
    Wer nach Glück strebt, leidet.
    Wer an der Wirklichkeit interessiert ist, ist glücklich, ohne es bewusst anzustreben.

    Der Schlüssel “Dankbarkeit” schließt die Tür auf zur Freude am Leben,
    wie es ist, und nicht, wie es sein sollte.
    Johannes Kuhn

    Nachfolgende Hinweise erläutern die obige Darstellung

    Es gibt ein altes japanisches Lied, das lautet:
    Ständig ein Klima wie im April,
    abends immer Licht wie beim vollen Mond.
    Selbst immer achtzehn, der Ehemann stets zwanzig,
    drei gute Kinder, die niemals sterben.
    Zehntausend Taler im Sack, die sich nie erschöpfen,
    und auch nach dem Tod ein Zustand, als ob man leben würde.
    Quelle: Das Sutra des Sechsten Patriarchen, Hui-neng (638 – 713), Seite 96

    Dieses Lied macht deutlich, was man unter „falschem Begehren“ versteht, nämlich das willkürliche Erzeugen von Wünschen, die aus der Vorstellung eines  Ego entstehen und der natürlichen Harmonie zuwiderlaufen. Die Wirklichkeit ist bestimmt anders!

    Bekannter ist das Lied von Hildegard Knef:
    ......Für mich soll's rote Rosen regnen,
    mir sollten sämtliche Wunder begegnen... 

    Als Naturgesetz gilt:
    Man kann niemals glücklich sein, wenn man danach strebt.

    Das sagt Hesse so:

    Glück 
    Solang du nach dem Glücke jagst,
    Bist du nicht reif zum Glücklichsein
    Und wäre alles Liebste dein.

    Solang du um Verlornes klagst
    Und Ziele hast und rastlos bist,
    Weißt du noch nicht, was Friede ist.

    Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,
    Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,
    Das Glück nicht mehr mit Namen nennst,

    Dann reicht dir des Geschehens Flut
    Nicht mehr ans Herz - und deine Seele ruht.
     Hermann Hesse

    Hier beschreibt Hermann Hesse, dass die erste oder zweite Gruppen Menschen, die vom Ego motiviert etwas erlangen will, noch nicht reif zum Glücklichsein sind.
    Die übereinstimmende Aussage der Weisen oder Mystiker der letzten Jahrtausende ist, dass nur diejenigen glücklich sein können, die nicht mit ihrem wollenden Ego identifiziert sind.

    Eine Grundwahrheit ist also:
    Solange man Glück oder “Sein” begehrt, wird es sich einem entziehen.

    Erich Fromm zeigt in seinem Buch “Vom Haben zum Sein” eine Möglichkeit der inneren Arbeit auf, um sich von seiner Persönlichkeit zu de-identifizieren und wieder wesensgemäß zu werden - für echte Lebensqualität.

    Weitere Hinweise zum Wünschen:
    Wünsche, an die wir uns zu sehr klammern, rauben uns leicht etwas von dem, was wir sein sollen und können.
    Dietrich Bonhoeffer

    Unsere Wünsche sind wie kleine Kinder; je mehr man ihnen nachgibt, umso anspruchsvoller werden sie.
    Christian Morgenstern

    Glück gibt es nur, wenn wir vom Morgen nichts verlangen
    und vom Heute dankbar annehmen, was es bringt.
    Die Zauberstunde kommt doch immer wieder
    Hermann Hesse
     

    Es hat keinen Sinn, sich Sternschnuppen zu wünschen, ohne jemals in den Himmel zu blicken.
    Nicole Retter

    Ich meine fast, wenn ich mir mit der Seele etwas innig wünsche, dann erfüllt das Leben mir solche Wünsche gerne.
    Arthur Rubinstein

    Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern was ich brauche.
    Antoine de Saint-Exupery

    Die Erfüllung eines Wunsches zieht immer einen neuen Wunsch nach sich.
    Michael Ende
     

    NIEMALS
    Wonach du sehnlich ausgeschaut,
    es wurde dir beschieden.
    Du triumphierst und jubelst laut:
    Jetzt hab ich endlich Frieden!

    Ach, Freundchen, rede nicht so wild,
    bezähme deine Zunge!
    Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt,
    Kriegt augenblicklich Junge.
    Wilhelm Busch
     

    Das eigentliche Interessante und Lebenswerte,
    das was uns erfüllen und beschäftigen
    und in Atem halten kann,
    liegt nicht außer uns, sondern in uns.
    Hermann Hesse

    Die Angst vor dem Tod hält uns nicht vom Sterben ab, sondern vom Leben.
    Verfasser unbekannt

    Die Angst vor dem Tod zeugt auch davon, dass man nicht daran glaubt, auch nach dem Tod des Körpers zu existieren. Man glaubt: “Ich bin keine Seele”.

    Für die Ehrgeizigen, die sich weder mit dem Geschenk des Lebens noch mit der Schönheit der Welt zufrieden geben, liegt eine Strafe darin, dass sie sich selbst dieses Leben verbittern und die Vorteile und die Schönheit dieser Welt nicht besitzen.
    Leonardo Da Vinci
     

    Einigkeit und Recht und Freiheit
    sind des Glückes Unterpfand
    Deutschlandlied

     

    Weise sind glücklich über die Gabe des Lebens: Sich seines Lebens freuen!
    Enjoy your life!

    Dass es seit Jahrtausenden bei all dem Kampf und Krieg, der aus dem Ego heraus entstand, überhaupt noch Menschen gibt, liegt auch an der wesensgemäßen Liebe und Güte.

    Güte
    Wäre das Lächeln nicht stärker als das Zähnefletschen
    und die Güte nicht stärker als der Hass,
    dann gäbe es die Menschheit sicher nicht mehr.
    Chr. Rueger

    Zusammenfassung und Basis:
    Sich seines Lebens freuen!
    Weise sind glücklich über die Gabe des Lebens.
    Enjoy your life!

    Der “Seinszustand” wird auf der nächsten Seite weiter erläutert.

     


    Dies ist keine Fun-Site.
    Diese Homepage entspricht einem Buch,
    für dessen Lektüre man recht viel Zeit einplanen sollte.

    Leitmotiv:

    Güte
    Wäre das Lächeln nicht stärker als das Zähnefletschen
    und die Güte nicht stärker als der Hass,
    dann gäbe es die Menschheit sicher nicht mehr.
    Chr. Rueger

    Für die psychologischen und spirituellen Seiten gilt:

    Auf diesen Seiten gebe ich die Weisheitslehren von Menschen,
    die sich überwiegend im egolosen, erleuchteten Zustand des Eins-Seins befinden,
    kurz zusammengefasst so wieder, wie ich sie bisher intellektuell verstanden habe.
     
    Kraft macht keinen Lärm. Sie ist da und wirkt.
    Albert Schweitzer

    Hinweis:
    Es geht um das Erspüren von Prozessen, die man nicht mit Worten beschreiben kann. Jedes Wort steht also für etwas Unnennbares - wie etwa, wenn jemand “sein Herz verschenkt”. Also versuchen Sie bitte zu spüren, was jedes Wort und jeder Satz eigentlich beschreibn will
    und versuchen Sie vor allem, ES selbst zu erfahren - und das geht nur ohne Denken.
    Es geht um ganzheitliches, inneres Wissen, das in unserem Bauchzentrum-, Herzzentrum oder Geistzentrum (Intuition) erspürt werden kann und nicht um dualistisches Denken und mentale Konstrukte oder Begriffe.

    Wenn Sie jetzt bereits die Seite wegklicken wollen, so schildern Sie doch bitte rasch mal mit ihren Worten Ihr Lieblings-Musikstück. Auch das Gesicht Ihrer Mutter kann man nicht mit Worten beschreiben, aber man weiß es.
    Das ist die eigene, innere Gewissheit, die unnennbar ist.

    Sie können sich gerne mit Fragen zu diesen Themen an mich per Email wenden. 

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