Gotteserfahrung, Erleuchtung

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Ökosophie:
Entfalten der eigenen Weisheit, gut und umweltbewusst zu leben ohne Verzicht.


    Auf dieser Seite gebe ich die Weisheitslehren kurz zusammengefasst so wieder, wie ich sie bisher verstanden habe.

    Besonders wichtig ist fĂŒr Sie zu wissen, wie Sie das, was Sie interssiert,
    in dieser umfangreichen Homepage finden können.
    Beispiel: Wenn Sie sich z.B. fĂŒr den “Sinn des Lebens” interessieren, dann können Sie in einer Suchmaschine eingeben: sinn site:oekosophie.de  . Dann finden Sie alle relevanten Stellen.

    Jeder kann an sich arbeiten, sprich “Innere Arbeit” tun, um sich weiterzuentwickeln zu mehr Bewusstheit und um sein volles menschliches Potential zu entfalten, das durch die Erziehung im Kindesalter zugedeckt wurde, siehe auch Seite “Haben und Sein”.

    In der einfachsten Form kann man schlicht die 10 Gebote befolgen!

    Genauer weiß man es vom Yoga her:
    Yoga wird in Indien seit mehr als 5000 Jahren geĂŒbt. Das Sanskrit-Wort "Yoga" enthĂ€lt den gemeinsamen indogermanischen Stamm, der auch in unserem Wort Joch" erscheint, und bedeutet "Anschirrung". Alles, was den Yogi "anschirrt", die Triebe und Leidenschaften, soll durch Yoga beherrscht werden. Der Yogi gelangt  ĂŒber die Konzentration und Meditation zur tiefsten Versenkung in der anderen Welt.
    Es gibt acht Stufen des Yoga.
    Die erste Stufe wird "Yama" genannt. Sie ist die Stufe der moralischen LĂ€uterung, der Wahrhaftigkeit, und enthĂ€lt die Verbote. Es ist verboten, Gewalt anzuwenden, zu lĂŒgen, zu stehlen, sexuell ausschweifend zu leben, hĂ€ĂŸlich und unehrlich zum Mitmenschen zu sein, Rache zu ĂŒben, den Gleichmut zu verlieren, ĂŒbermĂ€ĂŸig zu essen und körperlich und geistig unrein zu werden.
    Die zweite Stufe heißt Niyama" und enthĂ€lt Regeln oder Gebote mit dem Ziel der inneren und Ă€ußeren Reinigung. Der Yogi soll die innere Angleichung seines Wollens an sein Schicksal gestalten. Dazu wird ihm geboten, asketisch zu leben, genĂŒgsam zu sein, Vertrauen in die religiösen BĂŒcher zu haben, NĂ€chstenliebe zu ĂŒben, Gott ergeben zu sein, religiöse Lesungen zu hören, bei Fehlern Reue in sich zu erwecken (reinigende BeschĂ€mung), Vertrauen auf die religiösen Gesetze zu haben, den Namen Gottes oft auszusprechen und den religiösen Ritus auszuĂŒben.
    Die dritte Stufe lehrt die "Asanas”, das sind Körperhaltungen, durch die der Yogi zur vollkommenen Beherrschung seines Körpers kommt.
    Die vierte Stufe ist das "Pranayama", die Beherrschung des Atems. Durch bewußtes Atmen gewinnt der Yogi Einfluß auf seine inneren Lebensprozesse und wird so Herr ĂŒber seine Lebensströme.
    Die fĂŒnfte Stufe "Pratyahara" verlangt eine Beherrschung aller Sinne und Vorstellungen durch ein ZurĂŒckziehen in sich selbst.
    In der sechsten Stufe "Dharana" halt der Yogi sein Denken auf einen Punkt fixiert,
    um in der siebten Stufe "Dhyana" ĂŒber eine vom Guru gegebene Vorstellung zu meditieren.
    In der achten Stufe "Samadhi" erfolgt die tiefste Versenkung und Vereinigung mit dem göttlichen Geist.
    Von diesen acht Stufen sind die ersten vier als Vorbereitung zu betrachten. Erst wenn diese voll beherrscht werden, kann man in das Wesen des Yoga eindringen. Die vier ersten Stufen sind nichts anderes als das, was auf der ganzen Weit als Grundlage fĂŒr die Gesundheit und ein harmonisches Zusammenleben gĂŒltig ist. Die beiden ersten Stufen, "Yama" und "Niyama", mit ihren Verboten und Geboten finden sich in allen Religionen wieder, im christlichen Glauben z. B. als die 10 Gebote.
    Wenn in der dritten und vierten Stufe eine Harmonie der Funktionen in einem gesunden Körper und einer reinen Seele erreicht wird, ist der Aufstieg in die nÀchsten Stufen möglich mit der tiefsten Versenkung in der Vereinigung mit dem Göttlichen.
    Dieses Ziel ist auch in Indien nur wenigen Menschen möglich, und im Grunde erreichen es nur einige, die Gurus genannt werden. Auf unseren Kulturkreis ĂŒbertragen wĂŒrden wir die Gurus "Heilige" nennen. Diese Gurus sind zugleich die geistigen FĂŒhrer, die ihre SchĂŒler in dieses System einfĂŒhren können.
    Mukerji und Spiegelhoff: Yoga, 1963.

    Mystik
    In der Mystik verwirklicht der Mensch das geistige Einswerden mit dem unendlichen Sein.
    Mystik ist eine im Einzelnen entstehende und in ihm sich stets erneuernde Überzeugung.

    Mystik ist die vollendete Art von Weltanschauung. In der Weltanschauung  sucht der Mensch zu dem unendlichen Sein, dem er in natĂŒrlicher Weise angehört, auch in ein geistiges VerhĂ€ltnis zu gelangen. Er setzt sich mit der Welt auseinander, ob er den geheimnisvollen Willen, der in ihr waltet, erfassen und mit ihm eins werden könne. Nur im Geistigen Eins-Wert mit dem unendlichen Sein kann er seinem Leben einen Sinn geben und Kraft zum Erleiden und zum Wirken finden.
    Handelt es sich in der Weltanschauung letzten Endes um unser geistiges Eins-Werden mit dem unendlichen Sein, so ist die vollendete Weltanschauung notwendigerweise Mystik. In der Mystik verwirklicht der Mensch das geistige Einswerden mit dem unendlichen Sein.
    Nur die Mystik entspricht dem Ideal der Weltanschauung. Alle anderenWeltanschauungen sind der Art nach unvollkommen und unsachlich.
    Die dualistische Weltanschauung ist unsachlich. Sie enthĂ€lt eine mit den Tatsachen nicht in Übereinstimmung zu bringende Lehre von der Welt. Sie kommt aus einem Denken, das durch Glauben beeinflußt ist.
    WĂ€hrend das indische Denken also bei der vollendeten Art von Weltanschauung, der Mystik, verbleibt, bemĂŒht sich das unsere um eine, die ihrem Wesen nach naiv und unsachlich ist.
    Albert Schweitzer, 1935.
     

    Die Erleuchtungs-Erfahrung – die unio mystica – kann man nicht mit dem Ego-Willen erlangen, sie kann einem nur als Gnade geschenkt werden - nach entsprechender eigener Vorbereitung. Es geht um ganzheitliches Wissen und SpĂŒren aus unseren Bauch-, Herz- und Geist-Zentren (Intuition), also um eine nicht-dualistische Erfahrung. Es geht nicht um dualistisches Denken und nicht um denkendes Philosophieren.

    Über die Erleuchtung wird auf den anderen Seiten schon viel ausgesagt.
    Da es sich um FĂŒhlen, SpĂŒren und um Erfahrungen handelt, bewegt sich nachfolgender Text also am Rande des Undenkbaren und Unnennbaren. Der Text ist natĂŒrlich notgedrungen dualistisch geschrieben, weil wir das SpĂŒren der Ganzheit nicht in Worte fassen können.

    Sobald man spricht, beginnt man schon zu irren.
    Goethe

    Hier eine Zusammenfassung und ErgÀnzungen,
    natĂŒrlich nicht vollstĂ€ndig, sondern schlaglichtartig:

    Erleuchtung:
    Man erfĂ€hrt selbst und weiß, was Daio Kokushi, um 1300 n. Chr. wußte :

    “Es gibt eine Wirklichkeit, die vor Himmel und Erde steht.
    Sie hat keine Form, geschweige denn einen Namen.
    Augen können sie nicht sehen.
    Lautlos ist sie, nicht wahrnehmbar fĂŒr Ohren.
    Gebt eure Worte auf, entleert eure Gedanken,
    dann kommt ihr soweit, das eine SEIN zu erkennen“.

    Durch die Erleuchtungs-Erfahrung, durch einGipfelerlebnis – die unio mystica –
    wird man „heil“ oder „ganz“.

    Es ist sehr interessant, wie ein islamischer Mystiker dies 1998  beschreibt.
    Sie finden den wertvollen Text  
    Hier .

    Begriffe fĂŒr die Erleuchtung und einen Erleuchteten:
    Die Suche nach der unschĂ€tzbaren, blauen Perle, nach dem heilige Gral, nach dem Stein der Weisen, nach der blauen Blume der Romantik stehen fĂŒr die Suche
    z.B.:
    nach der Wesensnatur,
    nach nach der Wesensschau,
    nach dem Erwachen,
    nach Erleuchtung,
    nach Verwirklichung,
    nach dem Gipfelerlebnis.

    Weiter Begriffe: Der/Die Erwachte, Heilige, Verwirklichte, Roshi, Schamane, Prophet.
    Buddha = der Erwachte, der Wissende, der Bewusste, der Vollendete.
    Christus = aramĂ€isch = „Der Erleuchtete“. Erleuchtung am 6. August auf dem Berg Tabor.
    Kirchenfest immer am 6.August: VerklĂ€rung Jesu, siehe Lk 9, 28–35 und Mt 17, 1-8.
    Siehe auch Seite “Bild vom Menschen, Wer bin ich?”.

    Erleuchtung anstreben:
    Die Erleuchtungs-Erfahrung kann man nicht mit dem Ego-Willen erlangen, sie kann einem nur als Gnade geschenkt werden.
    Was kann man also selbst tun? DafĂŒr Beispiele:

    Hier und jetzt:
    Wenn man ĂŒber die Vergangenheit nachdenkt oder sich ĂŒber die Zukunft Gedanken macht, ist man von Sinnen - man spĂŒrt nicht, was gerade jetzt RealitĂ€t ist und was jetzt gerade mit den eigenen 5 Sinnen wahrzunehmen wĂ€re.
    Um eine Erleuchtungs-Erfahrung spĂŒren zu können, muss man in der Gegenwart sein, also nicht denken. Nur in der GegenwĂ€rtigkeit von Moment zu Moment kann man ES erfahren und wahr-nehmen. Alles - Körper, Geist, GefĂŒhle, Gedanken, die physischen Objekte - alles besteht aus dem vollstĂ€ndigen, reinen So-Sein der GegenwĂ€rtigkeit.
    Deshalb werden z.B. gegenstandsfreie Meditation oder Kontemplation (christlicher Weg der Gotteserfahrung, abendlÀndischen MystikerInnen z.B. Meister Eckhart, Johannes vom Kreuz, Teresa von Avila) enpfohlen, die von jeder Konfession frei sind.
    Die Entfaltung der Seele geschieht nur in der GegenwÀrtigkeit. Die meisten Menschen waren in ihrem ganzen Leben nur ein bis zwei Jahre gegenwÀrtig. Die restliche Lebenszeit ist verschwendet.

    Beten = Die Beschau
    Das einfache, stille Anschauen, die Andacht vor dem Geheimnis.
    Das Gebet ist eigentlich tiefe Hingabe an das, was in diesem Augenblick ist.
    Beten um eigene VergĂŒnstigungen kann es eigentlich nicht geben, da in jedem Gebet enthalten sein sollte: “Dein Wille geschehe”.
     
    Haus durchlĂŒften:
    An sehr heißen Sommertagen schließt man Fenster und LĂ€den, um sich vor der Hitze zu schĂŒtzen. Wenn man abends Durchzug haben will, muß man abends selbst die LĂ€den und Fenster öffnen. Ob dann aber ein kĂŒhler Wind blĂ€st oder es windstill bleibt, steht nicht in unserer Macht. Fazit: Sich dafĂŒr öffnen!

    Drang nach Luft beim Ertrinken:
    Wenn man unter Wasser gedrĂŒckt wird, hat man nach 30 Sekunden nur einen einzigen, dringenden, unbedingten, existentiellen Wunsch: Wieder Luft holen können.
    Sagte ein Meister zum SchĂŒler: ” An dem Tag, an dem du so verzweifelt nach Gott verlangst, wie du nach Luft verlangt hast, wirst du ihn sicher finden. “
    Mello
    Überhaupt nichts anders darf wichtiger sein.

    “ Meister, was soll ich tun, um Gott zu erreichen? “
    “Wenn du Gott erreichen willst, musst du zwei Dinge wissen. Erstens, dass alle BemĂŒhungen, ihn zu erreichen, vergeblich sind. “
    “ Und zweitens? “   
    “ Du musst handeln, als ob du das erste nicht wĂŒsstest. “
    Aldinger

    Um in dem Abenteuer, genannt SpiritualitĂ€t, Erfolg zu haben, muss man fest entschlossen seien, aus dem Leben so viel wie möglich herauszuholen. Viele Menschen begenĂŒgen sich mit Nichtigkeiten wie Reichtum, Ruhm, Bequemlichkeit und menschlicher Geselligkeit.
    Mello

     

    Die Große Suche nach Erleuchtung:
    Ken Wilber weist darauf hin, dass kein Mensch ohne Bewusstsein sein kann. Man muss das Bewusstsein also nicht suchen, es ist da. Deshalb hat die Grosse Suche ein Ende.
    Mit anderenWorten:
    Da das Wesen oder ES bereits in jedem Mensche da ist, kann man es nicht erlangen.
    Wir sind bereits eine Seele von Mensch.
    Siehe auch Seite “Bild vom Menschen, Wer bin ich?”.

    Suche nicht Gott,
    suche den, der Gott sucht.
    Doch weshalb suchen?
    Er ist wahrhaftig hier:
    NĂ€her als dein eigener Atem.
    Rumi

    “Suchet und Ihr werdet finden” Jesus
    “Ich suche nicht, ich finde” Picasso
    “Suche nicht und es findet Dich!” Willigis JĂ€ger

    Wege zur Erleuchtung:
    Es gibt sehr viele verschiedene Wege:
    Es gibt Lehren des Kopfes, des Herzens, des Bauches.
    Genauer: Es gibt Lehren der Leerheit, der Bewusstheit, der Versenkung, der Liebe, des MitgefĂŒhls, des Willens, der Wahrheit, der Klarsicht, des „sein Bestes tun “(keine NachlĂ€ssigkeit).
             Jeder Weg ist eine Facette desselben Einen. Alle Lehren fĂŒhren zu demselben Ort.
    Beispiel: Die mystischen Traditionen der fĂŒnf Weltreligionen sind wie fĂŒnf verschiedene Aufstiegs-Wege auf einen Berg. Das Gipfelerlebnis - so es eines gibt - ist dann fĂŒr alle gleich.

    Es ist Gottes Wille, ob sich jemand auf die Suche begibt.
    Wenn das Ego sagt: Ich suche die Erleuchtung”, so ist das eine Illusion, denn Erleuchtung kann erst geschehen, wenn das Ego verschwunden ist. Das Ego tut aber nichts, um sich selbst aufzulösen!
    Es ist Gottes Wille und Gnade, ob jemand Erleuchtung erfÀhrt oder nicht. Man selbst kann es nicht erreichen.

    VerÀnderungen durch die Erleuchtung: All-Eins-Sein - Ganzheit - Einheit
    Durch die Erleuchtungs-Erfahrung macht man eine tiefgreifende PersönlichkeitsverÀnderung durch.
    Man erfÀhrt das Einheits-Erlebnis, das All-Eins-Sein, das Nicht-Zwei, die Unio-Mystica.

    Das drĂŒckte Rumi so aus:
    Ein Freund an der TĂŒre des Freundes
    Ein Freund kam und klopfte an des Freundes Tor.
    Dieser rief:  â€žWer bist du, wer steht davor“ ?
    Er sagte: „Ich!“.
    „Gehe fort“ ! befahl der Freund.
    „Es ist noch nicht die rechte Zeit gekommen;
    an diesem Tisch ist kein Platz fĂŒr den Unreifen“

    Der Arme ging und auf Reisen,
    getrennt von dem Freunde,
    brannte er - im Trennungsfunken -  fĂŒr ein Jahr.
    Der Gebrannte reifte.
    Er kehrte zurĂŒck,
    umkreiste wieder das Haus des Freundes.
    Und klopfte ans Tor voller Sorge,
    dass ihm entschlĂŒpf' kein Wörtlein unbedacht.

    Es rief der Freund: „Wer steht dort vor dem Tor“?
    Er antwortete: „Du selbst bist es, oh Dieb meines Herzens“.
    Der Freund erwiderte: „ Nun, da du ich bist, 
    o Ich, komm herein!
    In diesem Haus ist fĂŒr zwei kein Platz“.

    Weisheitsgeschichte:
    "Wie sucht man Einheit mit Gott? "
    " Je mehr du suchst, umso grĂ¶ĂŸer wird die Entfernung zwischen Ihm und dir. "
    " Wie ĂŒberwindet man in dieser Entfernung? "
    " Begreife, dass sie nicht wirklich vorhanden ist. "
    " Bedeutet das, Gott und ich sind eins? "
    " Nicht eins, nicht zwei. "
    " Wie ist das möglich? "
    " Die Sonne und ihr Licht, der Ozean und die Welle, der SĂ€nger und sein Lied - nicht eins. Nicht zwei.
    Mello

    Form ist nichts anderes als Leere,
    Leere nichts anderes als Form.
    Form ist wirklich Leere,
    Leere wirklich Form.
    Das gleiche gilt fĂŒr Empfindung, Wahrnehmung,
    Wollen und unterscheidendes Denken.
    Aus dem Herz-Sutra, klassischer ZEN-Text

     Â«Alle Buddhas und alle Lebewesen sind nichts als der Eine Geist, neben dem nichts anderes existiert. Dieser Geist, der ohne Anfang ist, ist ungeboren und unzerstörbar. Er ist weder grĂŒn noch gelb, hat weder Form noch Erscheinung. Er gehört nicht zu der Kategorie von Dingen, die existieren oder nicht existieren. Auch kann man nicht in Begriffen wie alt oder neu von ihm denken. Er ist weder lang noch kurz, weder groß noch klein, denn er ĂŒberschreitet alle Grenzen, Maße, Namen, Zeichen und Vergleiche. Du siehst ihn stets vor dir, doch sobald du ĂŒber ihn nachdenkst, verfĂ€llst du dem Irrtum. Er gleicht der unbegrenzten Leere, die weder zu ergrĂŒnden noch zu bemessen ist.»
    Zen-Meister Huang-po

    Von allem Anfang an war es meine Überzeugung, dass sich in Wirklichkeit jedes Denken mit dem großen Ziel beschĂ€ftigt, wie der Mensch zum geistigen Eins-werden mit dem unendlichen Sein gelangen kann.
    Albert Schweitzer, 1935

    Nach der Einheits-Erfahrung sieht man die RealitĂ€t, wie sie ist, aber anders, z.B. 
    einen Stab mit zwei Enden, im Dualismus einen Stab mit zwei Enden oder
    eine MĂŒnze mit zwei Seiten, im Dualismus eine MĂŒnze mit zwei Seiten oder
    man sieht eine Hand von innen, die rundum von Haut begrenzt wird, im Dualismus sieht man eine Handinnen- und eine Handaußenseite.
    Nach einer Einheits-Erfahrung sieht man, dass zwar die Objekte getrennt zu sein scheinen, doch alle Objekte in Wirklichkeit Eins bilden.
    Beispiele:
    Pilze, die z.B. als Hexenring wachsen, gehören zu einer Pflanze = Myzel unter dem Boden. Die Pilze sind die Fruchtkörper derselben Pflanze, alles ist ein Organismus.
    Oder ein großer Baum: Alle BlĂ€tter sind scheinbare “Einzelwesen”, doch sie alle sind Teil des Gesamtorganismus Baum und ohne ihn nicht möglich.
    Übrigens: Die BlĂ€tter klagen nicht, wenn sie fallen.
    Oder ein Vogelschwarm: Alle Individuen biegen gleichzeitig ab!
    Oder der menschliche Körper: Gliedmaße, Lungen, Nieren, Leber, Herz, Augen usw. sind zwar Einzelorgane, gehören aber zu einem Gesamtorganismus und sind einzeln nicht funktionsfĂ€hig.
    Ebenso gehört jeder Mensch als “eine Zelle” zum “Organismus des Universums” und können nicht davon abgespalten sein.

    Durch die Erleuchtung wird die angelernte, falsche Persönlichkeit = Ego und der Dualismus unwichtig (frĂŒher sagte man, das Ego stirbt) und man lebt kĂŒnftig aus seiner
    Wahren Wesensnatur heraus in einer Verbundenheit mit Allem = unio mystica.
    Der Erleuchtete weiss, wer er eigentlich ist und lebt kĂŒnftig ohne (Todes-) Angst.
    Er weiss sich geborgen und beschĂŒtzt, er fĂŒhlt Urvertrauen, er spĂŒrt seinen natĂŒrlichen Wert und hat seinen Ego-Willen aufgegeben und weiss um eine  liebevolle Harmonie und FĂŒhrung: Dein Wille geschehe.
    Siehe auch die Seiten ”GlĂŒcklich sein”, “Haben oder Sein” und “Philosophia perennis”.

    Die Folgen dieser Verwandlung der gesamten Lebenseinstellung und Weltanschauung ist fĂŒr Menschen, die im Dualismus leben, gedanklich nicht wirklich nachvollziehbar.
    Alles Sichtbare und Erlebbare ist dann eine Manifestation des Einen.

    Im Dualismus spĂŒren wir nicht mehr, dass Gott uns im leichten Wind umspielt und uns bei jeder Empfindung berĂŒhrt. Mello

    Nachvollziehbar ist dies vielleicht mit folgender Analogie
    Wer die Mutter kennt,
    erkennt sie in allen ihren Söhnen.
    Zwei Zeilen von Kapitel 52 aus dem Tao Te King von Laotse( 600 v. Chr.),
    Übertragung von Linde v. Keyserlingk.

    Andere Beispiele:
    Raupe: Wenn eine Raupe ( = Menschen im Dualismus) sich weiterentwickeln will (Ego-Wollen), kann sie sich aufgrund ihrer Lebenserfahrung Ziele setzen wie z.B. schneller krabbeln, seitwĂ€rts krabbeln, grĂŒndlicher kauen.
    Unvorstellbar ist es aber fĂŒr eine Raupe, sich zu einem Schmetterling zu transformieren, fliegen zu können und sich vom Nektar und BlĂŒtenstaub der BlĂŒten zu ernĂ€hren.

    Allein sein, einsam sein: Nach der Einheits-Erfahrung ist man nie mehr allein, da die höhere Intelligenz immer mit einem da ist.
    Geschichte: Nach monatelangem Umherwandern findet ein Reisender endlich den Einsiedler im Himalaya.”Ist es nicht furchtbar langweilig, so einsam zu leben, so abgelegen und so weit weg? ”Der Einsiedler schaut erstaunt den Reisenden an: “Wovon weit weg?”
    Aldinger

    Geliebt werden durch Menschen: Nach der Einheits-Erfahrung entfÀllt die Sehnsucht, durch einen Partner geliebt zu werden, weil man in der universalen Liebe eingebettet ist.

    Zeit: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind Eins. Man kann ES aber nur in der Gegenwart wahrnehmen.

    Schuld, Ärger: Es gibt niemanden mehr, dem man die Schuld geben kann, niemand kann einen Ă€rgern, da man eins ist.

    Gelassenheit und innererFrieden.
    Jeder Mensch trÀgt in sich die Sehnsucht seines Herzens nach seinem wahren Wesen und der Geist wird nicht eher ruhen, bis er sein Wesen kennt. Gelassenheit und innerer Frieden sind erst möglich, wenn man sein Wesen sein kann.

    Freier Wille, FĂŒhrung und Erste Ursache:
    Wille:
    Der Stolz des Egos ist die Überzeugung, einen eigenen Willen zu besitzen und die Dinge selbst bestimmen zu können.Das ist der falsche Wille. Das Ego imitiert das Universum und meint, es könne unabhĂ€ngig von anderen tun, was es will. Man will seinen Kopf durchsetzen, statt wahrzunehmen, dass das Universum sich auf seine Weise durch mich manifestiert.

    Wie kann man Gott zum Lachen bringen?
    Man erzÀhle IHM von seinen PlÀnen.

    Nach der Einheits-Erfahrung wird die Frage nach einem freien (Ego-) Willen gegenstandslos, weil man eins ist mit dem Willen der höheren Intelligenz.

    Beispiel: Stellen Sie sich bitte eine Hand (= unsere Wesensnatur)  mit einem Handschuh (=Persönlichkeit, Ego) vor:
    Wenn der Handschuh dick und starr ist, kann sich unsere Wesensnatur nicht so bewegen, wie sie möchte, sie wird vom Ego behindert und zugedeckt. Ist der Handschuh dagegen dĂŒnn und geschmeidig, macht er alles mit, was die Hand will. Der Wille des Handschuhs ist dann eins mit dem Willen der Hand – aber: der Wille des Handschuhs = Egos ist natĂŒrlich eine Illusion.
     

    Die Harmonisierung, Verbindung, Vereinigung und Verschmelzung der beiden Willen war und ist das tiefe Verlangen, und man könnte sagen: das höchste, wenn auch oft nicht erkannte BedĂŒrfnis der Menschheit.
    Assagioli

    Insofern kann man die Ego-Haltung “Ich will ....” ersetzen durch: “Schauen, was mich will.”
    Das Sein funktioniert ohne die FĂŒhrung durch unseren Verstand aufgrund der Ersten Ursache!
    Wenn die Natur so sein sollte, wie Herr A das wollte, mĂŒsste er die gesamte Menscheit reformieren, bis alles genau so ist, wie es seinem eigenen (Ego-)Maßstab entspricht.

    Es zeigt sich bei dieser Vorstellung wieder:
    Suchst Du die Wahrheit, wirf deinen Maßstab weg.
    Uta Dreisbach

    Wer die Welt verbessern will, kann gleich bei sich selbst anfangen.
    Pearl S. Buck

    Fremde Fehler haben wir vor Augen, unsere liegen uns im RĂŒcken.
    Seneca

    Eine beliebte Zen-Frage lautet: Warum kann ein starker Mann sein Bein nicht heben?
    Er kann das nur aufgrund der Ersten Ursache. So könnten Sie also - wenn Sie  wollten - bei jeder Ihrer Körperbewegungen die Erste Ursache wahr-nehmen.

    Geschichte:
    Ein Tourist hört in Istanbul einen Bettler laut beten:
    “Allahs Wille geschehe, Allahs Wille geschehe”
    Der Torist bleibt stehen und sagt: “Das brauchst Du nicht zu beten”.
    “ Woher weisst Du das?”
    “Na, wenn das nicht so wĂ€re, wĂŒrde mein Wille auch manchmal geschehen.”

    Christen beten seit 2000 Jahren jeden Sonntag. “DEIN Wille geschehe”.
    Mein Urgroßvater betete noch: “Deiner FĂŒhrung folge ich still, wie Du willst, nicht wie ich will“.
    Allerdings hat man heute den Eindruck, dass niemand mehr Gottvertrauen hat außer den Weisen.

    Es ist nach einer Erleuchtung meistens jahrelang sehr schwierig, zwischen dem Universalen Willen und den Ego-Vorstellungen und dem Ego-Willen zu unterscheiden.

    Dazu folgende Geschichte:
    Als einmal ein Hochwasser immer höher stieg, dachte sich ein Priester, als er zum Fenster hinaussah: “Ausgerechnet jetzt arbeite ich an einer Predigt ĂŒber die Vorsehung, da erhalte ich die Gelegenheit zu praktizieren, was ich predige. Ich werde nicht fliehen. Ich werde hier bleiben und auf Gottes Vorsehung, mich zu retten, vertrauen“.
    Als das Wasser bis zu seinem Fenster stand, fuhr ein Boot vorbei und man rief ihm zu: „Steigen Sie ein, Herr Pfarrer.“
    „Oh nein, Kinder“, sagte der Priester zuversichtlich, „ich vertraue auf die Vorsehung. Gott wird mich retten“.
    Als das Wasser weiter stieg, kletterte er auf das Dach. Ein zweites Boot kam und die Menschen drÀngten den Pfarrer, einzusteigen. Wiederum lehnte er ab.
    Er stieg in die Glockenstube hinauf. Als ihm das Wasser bis zu den Knien stand, schickte man ihm einen Polizeioffizier mit einem Motorboot, um ihn zu retten. „Nein danke, Herr Offizier“, sagte der Priester ruhig lĂ€chelnd. „Sehen Sie, ich vertraue auf Gott. Er wird mich nicht im Stich lassen.“
    Als der Pfarrer ertrunken und zum Himmel aufgestiegen war, beklagte er sich sofort bei Gott: „Ich habe Dir vertraut! Warum tatest Du nichts, um mich zu retten?“
    “Nun ja“, erwiderte Gott, „immerhin habe ich drei Boote geschickt.“
    Aldinger

    FĂŒhrung und Vorherbestimmung:

    Vertraue auf Gott, aber binde zuerst dein Kamel fest.
    Sufi- Sprichwort


    Man ist gefĂŒhrt - ob man es spĂŒrt oder nicht - aufgrund der Ersten Urache.
    Man bestimmt also nicht vom Ego aus die Ereignisse, weil diese in Wirklichkeit von selbst geschehen. Man kann ĂŒben, sich an das hinzugeben, was geschieht, besonders beim inneren Erleben, und weder Ja noch Nein zu dem zu sagen, was geschieht.
    Unser Ego muß nicht versuchen, dass wir uns besser fĂŒhlen, dass wir uns entspannen, dass wir uns in unser Erleben einmischen. Es gibt nicht eine abgespaltene Welt, die wir beeinflussen können, wie wir wollen. In Wirklichkeit hat das Ego keine Wahl. Wir leben heute nicht, weil wir es wollten, sondern das Universum wollte es so aufgrund der Ersten Ursache.
    Dies bedeutet aber keine Vorhersehung oder Vorherbestimmung nach Plan. Das Universum entfaltet sich von Moment zu Moment spontan auf optimale Weise dank seiner ihm innewohnenden höchsten Intelligenz und KreativitÀt.
    Wenn man das nicht glaubt, so zeigt das, dass die eigene Vor-stellung vom AllmÀchtigen auf der eigenen Ego-Vorstellung von der BeschrÀnktheit Gottes beruht.
    Am besten fließt man also mit der Entfaltung des Universums mit.
    Don’t push the river! Das ist eine wesensgemĂ€ĂŸe Haltung des Nicht-Einmischens mit Hilfe des  Ego.
    Obiger Text zur FĂŒhrung ist in der Sprache der DualitĂ€t geschrieben. Da der GefĂŒhrte und die FĂŒhrung in der Wahren RealitĂ€t nicht getrennt sind, also Nicht-Zwei sind, ist die dualistische Frage -ob ich gefĂŒhrt sei - natĂŒrlich gegenstandslos - so, wie wenn in einem mechanischen Uhrwerk ein einzelnes Zahnrad darĂŒber nachdenken wĂŒrde, ob es gefĂŒhrt sei. Wenn das einzelne Zahnrad das gesamte Getriebe wahr-nehmen könnte, so wĂŒrde es erkennen, dass es sich um ein Zusammenwirken handelt, bei dem die Fragen nach einem eigenen Willen oder einer FĂŒhrung gar nicht auftreten können. 
    Also: Jeder ist Teil der Ganzheit, die sich von Moment zu Moment dank einer ihr innewohnenden höheren Intelligenz entfaltet.

    Christen kennen den 23. Psalm:
    Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
    Er weidet mich auf einer grĂŒnen Aue und fĂŒhret mich zum frischen Wasser.
    Er erquicket meine Seele. Er fĂŒhret mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
    Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fĂŒrchte ich kein UnglĂŒck;
    denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. ........

    Wer das nicht glaubt, ist der Ersten Ursache gegenĂŒber mißtrauisch. Er könnte mal nachforschen, wo sein Gottvertrauen geblieben ist.

    Doch es bleibt schwierig. Dazu eine Geschichte:
    Als ein Inder – ein SchĂŒler eines heiligen Mannes - auf einer Straße ging, hörte er lautes Rufen: Aus dem Weg, aus dem Weg! Der Elefant ist durchgegangen. Weg, weg! Bringt euch in Sicherheit!“
    Der fromme SchĂŒler vertraute auf Gott, faltete die HĂ€nde und begrĂŒĂŸte den Elefant. Der schleuderte ihn mit seinem RĂŒssel zur Seite und rannte weiter. Schwer verletzt kam der SchĂŒler zu seinem Lehrer und bat um AufklĂ€rung. Der Lehrer erklĂ€rte: „Warum hast Du nicht auf Gottes Stimme im ElefantenfĂŒhrer gehört?“
    Nach Aldinger

    Allerdings vertraut Jedermann blindlings darauf, dass er nach dem Schlafen wieder aufwacht. Das ist mehr als Vertrauen, das ist innere Gewissheit in die eigene Lebensenergie, allerdings meist losgelöst vom Urvertrauen in die Erste Ursache, die die Basis der Lebensenergie ist.

     

    Zufall = es fÀllt einem zu.

    Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott wÀhlt, wenn er inkognito bleiben will.
    Albert Schweitzer

     

    Freiheit - Frei sein von:
    z.B. von unerwĂŒnschten , unbequemen Dingen, von Pech, UnglĂŒck, von schmerzlichen, hĂ€sslichen traurigen Erfahrungen und Erinnerungen, frei von Geldmangel oder Angst. Frei von mentalen Konstrukten wie Ideen, Prinzipien, Nationalismus, Tradition, AutoritĂ€ten, alle Überzeugungen. Oder frei sein von BeschrĂ€nkungen, um allabendlich bei den Spaß-Veranstaltungen mitfeiern zu können, zu trinken, zu kiffen und Sex zu haben.
    Frei sein von ... ist nur eine Reaktion auf einen jetzigen Zustand, der anders sein soll. Frei sein von ... ist also keine Freiheit, sondern eine Reaktion des Ego, es ist ein Ego-Tripp.

    Weise verstehen unter Wahrer Freiheit den wesensgemĂ€ĂŸen Zustand ohne Ego. Im egolosen Zustand ist man frei von Ego-WĂŒnschen, man ist eins mit der Ganzheit und frei, sich mit der Ganzheit gemeinsam zu entfalten. Es ist nicht ein Wollen, sondern ein SpĂŒren der Freiheit.
    Mehr dazu, siehe Seite “Wer bin ich?”.

    Das Sein funktioniert ohne die FĂŒhrung durch unseren Verstand

    aufgrund der Ersten Ursache.

    Der Mensch dachte und Gott lachte.

    Übrigens plant niemand selbst seine eigene Entwicklung vom Kleinkind zum Erwachsenen, oder? Auch hatte niemand es unter Kontrolle, dass er Mann oder Frau wurde, weder Augenfarbe noch IQ konnte man sich aussuchen, nicht die Hautfarbe und die NationalitĂ€t, nicht ein reiches oder armes Elternhaus. Meinem Willen sind die entscheidenden GĂŒter nicht unterworfen: Liebe, Anerkennung, Freundschaft, GlĂŒck. Wenn man abends einschlĂ€ft, gibt man fĂŒr viele Stunden die Kontrolle durch das Ego auf - das nennt man Erholungsphase - und niemand weiß abends, ob er am anderen Morgen wieder aufwachen wird.

    Unser Verstand ist der Beweis fĂŒr den Humor Gottes
    Aldinger

    Geschichte: Ein Mann hatte sich in der WĂŒste verlaufen. SpĂ€ter, als er seinen Freunden berichtete, was er durchgemacht hatte, erzĂ€hlte er auch, dass er schließlich verzweifelt niedergekniet sei und Gott um Hilfe angefleht habe.
    “ Antwortete Gott auf dein Gebet? “ wurde er gefragt.
    “ Oh, nein!  Ehe Er das tun konnte, tauchte zufĂ€llig ein forschungsreisender ArchĂ€ologe auf und rettete mich “
    Aldinger

    Computer denkt, Mensch lenkt.
    Mensch denkt, Gott lenkt.
    Gott lenkt, Mensch lenkt ein.
    Aldinger

    Gut und Böse: 
    Den AblĂ€ufen des Universums liegt ein einigender Wille zugrunde. Alles, was sich ereignet, ist von der höheren Intelligenz gewollt. Böse Handlungen mögen zwar nicht im Einklang mit dem Sein stehen, aber aus  ganzheitlichen Sicht sind selbst sie ein Teil der höheren Intelligenz. Es geschieht immer nur das, was die höheren Intelligenz geschehen lassen will.
    Man könnte argumentieren, dass Kriege, Morde und all die anderen destruktiven Ereignisse unmöglich im Sinn der höheren Intelligenz sein können.  Wenn alles und jeder untrennbar von Allem ist und aus ihm besteht, dann kann nichts von dem, was geschieht, irgendetwas anderes sein als ein Teil der Bewegung des Universums oder, anders ausgedrĂŒckt: ein Teil der Manifestation der höheren Intelligenz.
    Auch wenn uns verletzende, unsensible und negative menschliche Verhaltensweisen schlecht vorkommen, haben sie ihren Ursprung in Seelen, deren wahre Natur die Wesensnatur ist und deren Handlungen nichts anderes sein können als ein Teil der höheren Intelligenz, selbst wenn sie nicht im Einklang mit ihr stehen.
    Es ist besserwisserisch, entscheiden zu wollen, ob ein Ereignis schlecht ist und nicht geschehen sollte. Wir haben schließlich keinen Überblick ĂŒber das Gesamtbild, das die Zukunft mit einschließt und uns die nĂŒtzliche Funktion zeigen wĂŒrde, die dieses Ereignis auf lange Sicht erfĂŒllt, eine Sicht, die weit ĂŒber unsere Lebensspanne hinausgehen kann. Jene Anmaßung entspringt dem Stolz der falschen (Ego-)Persönlichkeit.
    Wenn wir das Leben jedoch nicht durch den Schleier der Persönlichkeit betrachten oder anders gesagt, wenn wir die Dinge objektiv sehen, erkennen wir, dass die meisten Menschen in ihrem Ego leben und die Verbindung zu ihrer inneren Wesensnatur verlohren haben. Das macht böses Verhalten ebenso unvermeidlich wie die Notwendigkeit, es zu beschneiden und zu kontrollieren. Aber zu behaupten, dass solche Dinge nicht passieren sollten, macht keinen Sinn. Sie sind die natĂŒrliche Konsequenz der Entfremdung des Menschen von seinen eigenen Tiefen. Und das, was wir als bösartiges Verhalten bezeichnen, entspringt einfach nur dem Unwissen darĂŒber, wie die Dinge wirklich sind.
    Es ist nicht so, dass das zerstörerische Verhalten uns von der höheren Intelligenz trennt. Es selbst ist ein Ausdruck unseres Getrenntseins und hat mit der dahinter liegenden Gegenwart  der höheren Intelligenz nichts zu tun. Im Umgang mit dem menschlichen Zerstörungstrieb liegt die Lösung nicht in dem Versuch, ihn zu regulieren oder auszumerzen, sondern darin, sich mit unserem wahren Wesen in uns zu verbinden, so dass ein solches Verhalten keinen Sinn macht.
    Christlich gesprochen: Menschen wollen vom Ego her, dass Gott gerecht ist und Böses nicht zulĂ€sst. Das entspricht den Ego-BedĂŒrfnissen von Menschen. Die Frage, wie Gott das zulassen kann, kommt aus diesem BedĂŒrfnis.
    Wenn man die Welt objektiv anschaut, bemerkt man, dass die Welt nach anderen Gesetzen im Fluss ist.
    Sandra Maitri

    Sehen Sie sich doch an, was den Menschen jetzt im Namen der Globalisierung angetan wird. Aber das Leid, das Menschen wirklich angetan wird, zĂ€hlt bei den Inhabern der Macht ĂŒberhaupt nicht. Und das nenne ich pathologisch. Wenn der Mensch und seine BedĂŒrfnisse nach WĂ€rme und Zuwendung nicht mehr gesehen werden, wenn er aus dem Blickfeld gerĂ€t, dann nenne ich das pathologisch.
    Und genau das passiert im Zuge der Globalisierung.Es geht hier gar nicht mehr darum, was fĂŒr Menschen wichtig ist, das zĂ€hlt gar nicht. Was zĂ€hlt, ist, dass man wirtschaftliche Strukturen aufbaut, die dazu fĂŒhren, dass man gewisse Produkte zum billigsten Preis produziert. Ob es Menschen zerstört, ob es ganze Kulturen zerstört, das ist unwichtig. Ganze UrwĂ€lder werden zum Beispiel abgeholzt. Das Ă€ndert natĂŒrlich auch das Klima usw. Wenn sich die Industrien immer noch weigern, die Produktion von Gasen, die die ErdatmosphĂ€re zerstören, zu reduzieren, dann ist das pathologisch. Damit machen sie ja das Leben aller Menschen auf dieser Erde immer schwieriger. Vielleicht wird es irgendwann sogar unmöglich. Aber das, was zĂ€hlt, ist der Profit, nicht der Mensch. Das nenne ich böse, gewalttĂ€tig und krank. NatĂŒrlich geschieht alles unter dem Deckmantel: "Es ist gut fĂŒr dich."
    Arno Gruen
    Lesen Sie bitte auch weiter im Kapitel 2. , untere HĂ€lfte, ab der Überschrift
    Verlust der Menschlichkeit - Verlust des MitgefĂŒhls - Was uns böse macht
     von Arno Gruen.
     

    Es ist leicht, böse Menschen zu hassen.
    Rat von Augustinus: “Hasse die SĂŒnde, aber liebe den SĂŒnder”.
    Erinnern Sie sich daran, wenn Sie einen bösen Menschen enttarnen:
    “Das bin ich - ohne Gottes Gnade”.
    M. Scott Peck

    Hypothese:
    Das Böse entsteht aus dem Guten,
    das Gute entsteht aus dem Bösen.
    Bitte ĂŒberprĂŒfen Sie das mal selbst in den nĂ€chsten Monaten.

    Gerechtigkeit
    Gute Menschen leiden, bösen Menschen geht es gut: Es ist eine Tatsache, dass es keine solche Gerechtigkeit gibt, wie wir sie uns mit unserem Ego vorstellen. Wer vom Numinosen eine Gerechtigkeit nach seinen eigenen Vorstellungen erwartet, ist auf einem besserwisserischen Ego-Tripp.
    Menschliche Gerechtigkeit ist beschrĂ€nkt auf die Basis des Gesetzbuches und der Gerichtsurteile. Die Höhere Gerechtigkeit geht ĂŒber alle unsere Vor-stellungen hinaus. Wir spĂŒren, dass ES vollkommen ist.

     

    MitgefĂŒhl - NĂ€chstenliebe
    Das Mitleid ist eigentlich darin begrĂŒndet, daß der denkende Mensch sich eingestehen muß, er könne sein eigenes Ich gegen andere nicht wirklich abgrenzen. Im Mitleidig-Sein wird diese Wahrheit von der Nicht-Unterscheidbarkeit des Ich und des Du gefĂŒhlsmĂ€ĂŸig erkannt.
    Auf Grund der IdentitĂ€t des Ich und des Du, wie sie sich aus der Lehre vom Brahman ergibt, erklĂ€ren die Upanishad's alle Liebe als Eigenliebe. "Nicht um der Wesen willen sind die Wesen lieb, sondern um des Selbstes willen sind die Wesen lieb." Das heißt: Weil in den andern dasselbe Brahman wohnt, wie in uns selbst.
    Aus der behaupteten Nicht-Unterscheidbarkeit des Ich und des Du wird in jener Upanishad also geschlossen, daß alle NĂ€chstenliebe nur tiefste Eigenliebe sei. Der Mahayana-Buddhistnus erweist aus ihr im Gegenteil, daß es keine Eigenliebe, sondern nur NĂ€chstenliebe geben könne.
    Albert Schweitzer, 1935.

    Vollkommenheit des Seins
    Menschen, die sich permanent im egolosen, erleuchteten Zustand des Eins-Seins befinden, spĂŒren die Vollkommenheit des Seins. Sie wissen, sie mĂŒssen nichts verbessern, es sei denn, ihr Körper wird von der höchsten Intelligenz als Werkzeug benutzt, damit durch sie etwas verĂ€ndert wird.

    FĂŒr Menschen im Dualismus ist das schwer zu verstehen.
    Vielleicht hilft folgende Analogie etwas:
    Das Universum wird gleichsam wie ein Lebewesen erfahren, in dem alle Lebewesen auf Erden wie Zellen sind, die natĂŒrlich permanent absterben und neu wachsen. Wenn z.B. Menschen sterben, dann ist das so, als ob im Universum einige alte Hautzellen absterben. Durch eine Blutabnahme zur Vorsorgeuntersuchung werden durch die Nadel hunderte von Körperzellen zerstört und mit dem Blutplasma werden tausende von roten Blutkörperchen, von Lycozyten usw. aus dem Gesamtorganismus entfernt - und wir wissen aber, dass dies so richtig ist. Aus der Sicht der Zellen aber ist das eine riesen Katastrophe.
    Wer die Vollkommenheit wahr-nimmt, kann nicht mehr ĂŒber die herrschenden ZustĂ€nde klagen.
    NatĂŒrlich gehört auch der Dualismus zur Vollkommenheit, sonst wĂ€re die wahre Wirklichkeit ja nicht vollkommen.
    Auch gehört das Böse dazu, damit ES vollkommen ist

    Wenn die Natur so sein sollte, wie wir das wollen, mĂŒssten wir die gesamte Menscheit reformieren bis alles genau so ist, wie es unserm eigenen Maßstab entspricht.

    Wer bin ich,
    dass mir die Vielstimmigkeit der Natur
    als Chaos erscheint.
    Ist sie doch Harmonie!
    Friedrich Schiller

    Besserwisser sind Schlechtermacher.
    Paul Hubschmid, Schweizer Schauspieler

    Sinn des Lebens und Lebensfreude
    Die Philosophen der letzten 3000 Jahre haben darauf keine schlĂŒssige Antwort geben können!
    Das sollte Beweis genug sein, dass es fĂŒr das Denken im Dualismus keine Lösung gibt. Gedanklich gibt es keinen Sinn des Lebens. Die Frage geht offenbar ĂŒber unseren Verstand hinaus. So ist es dualistisch.

    Von den Weisen wissen wir aber:
    Sie haben die Wahr-nehmung und innere Gewissheit, im Feld der Liebe der Urenergie getragen und geborgen zu sein. Man hat eine inneres GespĂŒr von seinem Wert, seiner Kostbarkeit und NĂŒtzlichkeit im Universum - ohne dass man etwas tut, allein, weil man im Sein prĂ€sent sein darf.
    Sie wissen ja: “Die Rose blĂŒhet ohn warum” , nach Angelus Silesius, 1624-1677.

    Die Weisen empfinden das Leben als kostbar, köstlich, wert-voll, bedeutungsvoll, sie spĂŒren sich sich eine unschĂ€tzbare Perle. In diesem FĂŒhlen gibt es keine Frage mehr nach dem Sinn des Lebens. Man ist volkommen versunken in die Köstlichkeit des Seins im Augenblicks, wie ein kleines Kind ins Spielen versunken ist. Das kleine Kind fragt in diesem Moment nicht etwas, es spielt einfach. Den Sinn des Lebens spĂŒrt man einfach oder man spĂŒrt ihn nicht.

    Wenn man den Sinn seines Lebens nicht spĂŒrt, dann muss man das Leben eben aushalten mit der stĂ€ndigen  - verdrĂ€ngten oder spĂŒrbaren - Sehnsucht nach Sinn und Wert:
    Den Begriff “SelbstwertgefĂŒhl” ĂŒbersetze ich so:
    SelbstwertgefĂŒhl = GefĂŒhl vom Wert seines Selbst, seines Wesens, seiner Wesensnatur.
    Anstatt Liebe fĂŒr sich selbst zu empfinden und Freude am Leben zu haben, fĂŒhlt man sich niedergedrĂŒckt, vom Leben gelangweilt und das Leben ist etwas, was man eben durchstehen muss, statt ĂŒber die Gabe des Lebens glĂŒcklich zu sein. Als kleine Wesen hatten wir alle eine unbĂ€ndige, essentielle Lebensfreude. Durch die Maßregelungen durch die Mitmenschen lernen wir den “Ernst des Leben” kennen und wir ĂŒberdecken unbewusst diese Lebensfreude, haben ein Ego entwickelt und meistens gehen wir ernst, mißmutig oder depressiv durchs Leben. Von den Eltern konnten wir meistens die essentielle Lebensfreude auch nicht lernen, da die Eltern sie selbst nicht mehr fĂŒhlten. Falls man es sich erlaubt, zu seiner Lebensfreude hinzuspĂŒren, dann fĂŒhlt man eine furchtbare, bedrĂŒckende, sinnlose Leere - weil die essentielle Lebensfreude verschĂŒttet ist. Man fĂŒhlt sich wie eine leere HĂŒlse, wie eine leere Eierschale, in der etwas fehlt. Um diesem schrecklichen GefĂŒhl der Leere zu entgehen, stĂŒrzt man sich dann sofort in Ă€ußere AktivitĂ€ten - und wundert sich danach, dass man sich trotzdem wieder unausgefĂŒllt fĂŒhlt. 
    Wenn bei einem Trickfilmfestival die Trickfiguren gefragt werden: “Warum bist Du froh, kein Mensch zu sein?”, so ist das zwar sehr lustig, aber eigentlich sehr, sehr traurig.
     
    Nur wer die Köstlichkeit seines Seins fĂŒhlt und spĂŒrt, weiss um seinen Wert.
    Den Wert seines Seins kann man erst nach einer Erleuchtung spĂŒren, weil dieses GefĂŒhl bis dahin vom Ego ĂŒberdeckt ist. Deshalb gibt es keine wirkliche Psychotherapie gegen das MinderwertigkeitsgefĂŒhl. Erst durch die Erleuchtungs - Erfahrung, durch ein Gipfelerlebnis – die unio mystica – wird man „heil“ oder „ganz“.
    FĂŒr den Kopf zum Nachdenken: Die Tatsache, dass man heute lebt, ist der Beweis, dass man bisher und heute vom Leben, also von der RealitĂ€t und Wahren Wirklichkeit, gewollt ist.
    Weisheit und Weise:
    Menschen, die sich permanent im egolosen, erleuchteten Zustand des Eins-Seins befinden, sehen die Wesensnatur der Dinge, die Essenz der Dinge, die wahre Natur der Dinge.
    Beispiel: Im Dualismus sieht man z.B. Eisbrocken, Wassertropfen, den Ozean, Dampf, Tau.
    Die Essenz dieser geformten Dinge, die Wesensnatur und das UnvergĂ€ngliche aber ist nicht die jeweilige Form des Wassers, sondern ist einfach Wasser,  H2O.
    Weise sehen also nicht nur die OberflĂ€che und Form der Dinge, sodern nehmen auch die grundlegende Ebene wahr. Dazu gehört auch, die Köstlichkeit des Seins spĂŒren zu können.
    Die Frage nach dem Sinn des Lebens geht also ĂŒber unseren Verstand hinaus. Nur wer die Köstlichkeit seines Seins fĂŒhlt und spĂŒrt, weiss um seinen Wert.
     

    Geschichte:
    Fragt ein kleiner Fisch mitten im Ozean seine Mutter:
    “Mama, ich habe gehört, dass es ein Meer geben soll. Kennst Du das?”
    “Mein Kleines, ich habe auch schon davon gehört, aber ich kenne es auch nicht.
    Komm, wir schwimmen zu einem alten, weisen Fisch, um ihn zu fragen”.
    Als sie den weisen Fisch gefragt hatten, lachte dieser nur lauthals.

    Selbstverwirklichung - Selbsterfahrungsarbeit
    Wenn jemand an sich arbeitet und innere Arbeit macht, dann natĂŒrlich nicht, um besser zu werden - denn er ist ja schon vollkommen - sondern, um zu erkennen, dass er vollkommen ist.
    Die innere Arbeit dauert lange. Treffend wird das so beschrieben:

    Autobiographie in fĂŒnf Kapiteln 
    1. Ich gehe die Straße entlang.
    Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
    Ich falle hinein.
    Ich bin verloren ... Ich bin ohne Hoffnung.
    Es ist nicht meine Schuld.
    Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

    2. Ich gehe dieselbe Straße entlang.
    Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
    Ich tue so, als sÀhe ich es nicht.
    Ich falle wieder hinein.
    Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
    Aber es ist nicht meine Schuld.
    Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

    3. Ich gehe dieselbe Straße entlang.
    Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
    Ich sehe es.
    Ich falle immer noch hinein ... aus Gewohnheit.
    Meine Augen sind offen.
    Ich weiß wo ich bin.
    Es ist meine eigene Schuld.
    Ich komme sofort heraus.

    4. Ich gehe dieselbe Straße entlang.
    Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
    Ich gehe darum herum.

    5. Ich gehe eine andere Straße.

    Sogyal Rinpoche

    Weisheitsgeschichten:
    Ein Mönch fragte Wei-Kuan: “ Wo ist das Tao? “
    Kuan: “ Unmittelbar vor uns. “
    Der Mönch: “ Weshalb sehe ich es nicht? “
    Kuan: “ Wegen deiner Selbstsucht kannst du es nicht sehen. “
    Der Mönch: “ Wenn ich es wegen meiner Selbstsucht nicht sehen kann, vermag dann euer EhrwĂŒrden es zu sehen? “
    Kuan: “ Solange es ein Ich und Du gibt, erschwert dies die Lage, und kein Schauen des Tao ist möglich. “
    Der Mönch: “ Wird es geschaut, wenn es weder Ich noch Du gibt? “
    Kuan: “ Wenn es weder Ich noch Du gibt, wer sollte es dann schauen? “
    Aldinger

    Fazit:
    Suchst Du die Wahrheit, wirf deinen (Ego-) Maßstab weg.
    Uta Dreisbach

    Weiser: " Wenn du die Wahrheit suchst, musst du vor allem anderen eine Sache besitzen. "
    " Ich weiß, ein unbezwingbares Verlangen nach Wahrheit. "
    " Nein. Eine nie nachlassende Bereitschaft zuzugeben, das du Unrecht haben könntest. "
    Mello

     

    Stufen der Erleuchtung:

    Nach Christian HOBURG, * 23.7. 1607:
    Bei der  Erleuchtung zieht Christus in das Herz des GlĂ€ubigen ein und die Seele ist von der Liebe Gottes umgriffen.

    Sieben Stufen, um Gott zu erkennen
    (nach BONAVENTURA, *1217, Kardinal1273, Heiligsprechung 1485):

    1:In den Ă€ußeren Spuren des Universums,
    2: In der Sinnenwelt,
    3: In den GemĂŒtskrĂ€ften,
    4: Im GedÀchnis, Begriffsvermögen, Willen,
    5: In der göttliche Einheit,
    6: In der göttlich Dreifaltigkeit,
    7: In der mystische Erfahrung, in der man emporsteigt zum ĂŒberwesenhaften Strahl der
        ĂŒberlichten Dunkelheit. Hier endet die Reise der Seele zu Gott.

    Erleuchtungsstufen - Stufen der Erkenntnistiefe
    Es gibt Menschen, die sekundenweise ein Einheiserlebnis haben, andere z.B. stundenlange oder gar tagelange. Die Erkenntnistiefe kann dabei sehr unterschiedlich sein.
    Wenn man z.B. annimmt, dass es 100 Erkenntnisstufen gibt - die tiefste ist das universale Bewusstsein - dann gibt es sicher auch 100 verschiedene Weise, die gerade auf einer dieser 100 Erkenntnisstufen stehen - also wird es auch 100 Lehrer und Schulen geben, die Unterschiedliches lehren, weil die Lehrer auf den unterschiedlichen Erkenntnisstufen stehen. Dies macht die Unterschiede zwischen den Gurus erklÀrbar.


    Erleuchtete sind im Zustand des Wissens.
    Alle anderen Menschen sind im Zustand des Nicht-Wissens, weil sie die ganze, wahre Wirklichkeit durch den Filter ihrer relativen Ego-Brille nicht erkennen können.
     

    Was macht man nach der Erleuchtung?
    Es gibt zwei Richtungen:
    Man kann entweder einsam im Zimmer weiterhin in tiefster Versenkung sitzen bleiben
    oder zu den Mitmenschen gehen, dort Seelenruhe, Seelenfrieden ausstrahlen, seelenvergnĂŒgt sein und Sinnvolles tun. Viele werden spirituelle Lehrer, siehe Seite vorher. 


    Auswahl der zu lesenden BĂŒcher:
    Jeder kann BĂŒcher auswĂ€hlen und lesen,
    die entweder aus dem Dualismus heraus
    oder aus der All-Einheit heraus von Weisen oder Mystikern
    geschrieben wurden.

    Ein Bekenntnis zur Mystik ist der Pantheismus Giordano Bruno's. Um das geistige Eins-Werden des Menschen mit dem unendlichen Sein handelt es sich bei Spinoza, bei Fichte, bei Schelling und bei Hegel.
    Albert Schweitzer, 1935.

    Sie haben die Wahl.
    Das gilt nicht nur fĂŒr Autoren, sondern auch
    fĂŒr Ihre Auswahl von Philosophen, Psychoanalytikern, Lehrern oder Meistern,
    mit denen Sie sich kĂŒnftig intensiv befassen wollen.

     


    Dies ist keine Fun-Site.
    Diese Homepage entspricht einem Buch,
    fĂŒr dessen LektĂŒre man recht viel Zeit einplanen sollte.

    Um die neueste Fassung einer Seite aufzurufen, klicken Sie bitte im Internet Explorer neben der SchaltflĂ€che ”Abbrechen” auf die SchaltflĂ€che ”Aktualisieren”.

    Leitmotiv:

    GĂŒte
    WÀre das LÀcheln nicht stÀrker als das ZÀhnefletschen
    und die GĂŒte nicht stĂ€rker als der Hass,
    dann gÀbe es die Menschheit sicher nicht mehr.
    Chr. Rueger

    FĂŒr die psychologischen und spirituellen Seiten gilt:

    Auf diesen Seiten gebe ich die Weisheitslehren von Menschen,
    die sich ĂŒberwiegend im egolosen, erleuchteten Zustand des Eins-Seins befinden,
    kurz zusammengefasst so wieder, wie ich sie bisher intellektuell verstanden habe.
     
    Kraft macht keinen LĂ€rm. Sie ist da und wirkt.
    Albert Schweitzer

    Hinweis:
    Es geht um das ErspĂŒren von Prozessen, die man nicht mit Worten beschreiben kann. Jedes Wort steht also fĂŒr etwas Unnennbares - wie etwa, wenn jemand “sein Herz verschenkt”. Also versuchen Sie bitte zu spĂŒren, was jedes Wort und jeder Satz eigentlich beschreibn will
    und versuchen Sie vor allem, ES selbst zu erfahren - und das geht nur ohne Denken.
    Es geht um ganzheitliches, inneres Wissen, das in unserem Bauchzentrum-, Herzzentrum oder Geistzentrum (Intuition) erspĂŒrt werden kann und nicht um dualistisches Denken und mentale Konstrukte oder Begriffe.

    Wenn Sie jetzt bereits die Seite wegklicken wollen, so schildern Sie doch bitte rasch mal mit ihren Worten Ihr Lieblings-MusikstĂŒck. Auch das Gesicht Ihrer Mutter kann man nicht mit Worten beschreiben, aber man weiß es.
    Das ist die eigene, innere Gewissheit, die unnennbar ist.

    Sie können sich gerne mit Fragen zu diesen Themen an mich per Email wenden. 

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