Vorstellung dieser Homepage:
Ich lade Sie ein, von unseren Besten, d.h. von unseren Weisen
zu profitieren und offen fĂŒr DenkanstöĂe aus den Weisheitslehren zu sein.
Meine TĂ€tigkeit in der Umweltbildung / Umweltethik habe ich im September 2003 beendet.
Nach meinem Berufsleben ist diese Homepage nun eine Zusammenfassung dessen,
was ich als das Wesentliche erachte hinsichtlich
- Erziehung von Kindern
- Umweltbewusstsein
- Kunst des Lebens,
- Weisheit.
Ăkosophie
Auf den ersten Seiten geht es um die Ăkosophie, das Entfalten der eigenen Weisheit,
gut und umweltbewusst zu leben ohne Verzicht.
Weltanschauung unserer Besten - Weisheitslehren - Philosophia perennis
Ab der Seite âVorstellungen vom Menschenâ versuche ich, die Weltanschauung unserer Besten, also unserer Weisen, in Kurzfassung wiederzugeben. DarĂŒber könnte man Tausende von Seiten schreiben. Diese kurze, komprimierte Zusammenfassung ist wie eine BroschĂŒre zu lesen.
Dies ist keine Spass-Homepage, auf der man kurz herumsurfen kann.
Wenn Sie sich fĂŒr SpiritualitĂ€t interessieren,
so lesen Sie bitte zuerst die Seite â2.1 DualitĂ€t - Ganzheitâ.
Wenn Sie das anspricht, sind Sie auf dieser Homepage richtig.
Die Seite âWas kann ich selbst tunâ ist eine Zusammenfassung von Hinweisen, die auf vielen anderen Seiten verstreut zu finden sind.
Goethe hat gewuĂt, dass das Denken nicht alles ist:
Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie!
Durchaus studiert, mit heiĂem BemĂŒhn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor;
HeiĂe Magister, heiĂe Doktor gar,
Und ziehe schon an die zehen Jahr
Herauf, herab und quer und krumm
Meine SchĂŒler an der Nase herum -
Und sehe, daà wir nichts wissen können!
Das will mir schier das Herz verbrennen.
Wir Menschen haben eine Sehnsucht, das zu wissen, was ĂŒber unser gedankliches Wissen und unseren Verstand hinausgeht, wie Faust sagt:
DaĂ ich erkenne, was die Welt
Im Innersten zusammenhÀlt,
Schau alle Wirkenskraft und Samen,
Und tu nicht mehr in Worten kramen.
Faust hat sich der âMagie â ergeben.
Wir brauchen uns nur dafĂŒr zu interessieren, was uns die Weisen seit Jahrtausenden lehren. Dazu gehört auch die Kenntnis, dass wahre Weise die Magie oder ParaphĂ€nomene ablehnen.
Ich lade Sie ein, von unseren Besten = unseren Weisen zu profitieren und offen fĂŒr DenkanstöĂe aus den Weisheitslehren zu sein und die Querverbindungen zwischen diesen Seiten selbst herauszufinden.
Shakespeare in "Hamlet" (Akt l, Szene V):
"Es gibt mehr Ding' im Himmel und auf Erden,
Als Eure Schulweisheit sich trÀumt, Horatio."
Bitte erinnern Sie sich:
Hamlet will seinen Verdacht ĂŒberprĂŒfen, dass sein Oheim, der jetzige König, seinen Vater ermordet hatte. Dazu bittet er eine Schauspielergruppe, diesen Mord vor dem Königshof vorzuspielen. Dabei beobachtet Hamlet seinen Oheim und erkennt an dessen Verhalten, dass dieser schuldig ist. Jetzt weiss Hamlet es, er hat eine innere Gewissheit.
Diese Art von Erkenntnis kann die dualistische Wissenschaft heute nicht leisten, aber jeder Mensch ist fĂ€hig, so etwas ganzheitlich zu erspĂŒren.
Wenn Sie die Thematik interessiert, was wir Menschen erspĂŒren können, dann sind Sie auf dieser Seite richtig.
Saint-ExupĂ©ry drĂŒckte das so aus:
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist fĂŒr die Augen unsichtbar.
Unter Weltanschauung oder Welterkenntnis verstehe ich
unsere Vor-stellungen vom Kosmos,
unsere Vor-stellungen von unserm Planeten Erde,
unsere Vor-stellungen vom Wesen der Menschen und Lebewesen,
unsere Vor-stellungen von Leben und Tod, besonders vom glĂŒcklichen Leben,
unsere Vor-stellungen von unserer seelischen Weiterentwicklung,
unsere Vor-stellungen von Seele, SpiritualitÀt, Mystik und Gott.
Dies kann fĂŒr jeden sehr interessant sein, der seine eigene Weltanschauung mit der der Weisen vergleichen und sich darĂŒber Gedanken machen oder hinspĂŒren möchte.
Beispiel: Die Vor-stellung, dass Seelen im Fegefeuer braten, wie wir das auf Tausenden von GemĂ€lden sehen können, ist natĂŒrlich absurd, weil Seelen keinen sichtbaren Körper haben können und im Universum nirgends ein sichtbares Feuer brennen kann.
Aber wofĂŒr steht dann diese Metapher ???
FĂŒr die Hölle, die sich die Menschen gegenseitig auf der Erde bereiten
oder die innere Hölle, die man sich selbst mit seinen SelbstvorwĂŒrfen zufĂŒgt
oder fĂŒr was?
Soll man deshalb gleich Atheist werden, weil dieses Bilder und viele andere monotheistische Vor-stellungen nicht wörtlich gemeint sind? Weil man also selbst diese Bilder nicht deuten kann? WofĂŒr steht eigentlich der âVaterâ im âHimmelâ in unserem heutigen Sprachgebrauch?
Weisheit
Als Weisheit bezeichne ich die Aussagen, die wir von den Weisen erhalten haben.
Als Weise bezeichne ich Menschen, die die All-Eins-Sein-Erfahrung erlebt haben,
die wissen, wer sie sind und die nicht mehr aus dem Dualismus heraus, sondern aus der Ganzheit heraus wirken, sprechen und schreiben.
Weisheit ist die Weisheit des egolosen Lebens.
Es ist mir schleierhaft, warum sich kaum jemand fĂŒr die Weisheitslehren interessiert.
FĂŒr mich jedenfalls sind sie nicht nur eine wertvolle ErgĂ€nzung dessen, was unsere Philosophen bedenken, sondern gehen weit darĂŒber hinaus, was menschliches Denken und unser Verstand vermag.
Weisheit ist eine wesentliche Bereicherung des Lebens und fĂŒhrt zum Wesentlichen.
Da die Weisen sich meistens so verklausuliert ausdrĂŒcken, dass man es nicht verstehen kann, werden sie als Spinner abgetan. Doch es geht um selbst gespĂŒrte Erfahrungen, die man nicht in Worte fassen kann.
âDie Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen; darum scheint es eine Torheit, sie wieder durch Worte vermitteln zu wollenâ.
Johann Wolfgang von Goethe
Die Weisheitslehren kann man streng genommen nicht mit Worten ausdrĂŒcken und wir bewegen uns also am Rande des Undenkbaren und Unnennbaren. Weise verstehen immer, was ein anderer Weiser sagt, aber die im Dualismus verhafteten Menschen verstehen es kaum.
Auf diesen Seiten versuche ich, die unnennbaren Erfahrungen in unserer heutigen Sprache und Denkweise wiederzugeben, so dass verstĂ€ndlich wird, was die alten und derzeit lebenden Weisen meinten. Moderne Weise drĂŒcken sich teilweise sehr verstĂ€ndlich aus, aber wer liest sie schon?
Als wichtige Basis-Seite zur SpiritualitÀt
lesen Sie bitte zuerst die Seite â2.1. DualitĂ€t - Ganzheitâ.
Die Themen dieser Homepage im Einzelnen:
sehen sie links im Inhaltsverzeichnis
Die Philosophia Perennis, die âimmerwĂ€hrende Philosophieâ , die Weisheitslehren, findet sich in den mystischen Richtungen aller 5 Weltreligionen, also in
der jĂŒdischen Kabbala,
der christlichen Mystik,
dem islamischen Sufismus,
dem hinduistischen Yoga,
dem buddhistischen ZEN,
In diesen Weisheitslehren werden seit Jahrtausenden die selben Aussagen gemacht.
Diese Aussagen haben die Weisen sich nicht im Kopf ausgedacht, sonder sie haben diese im Inneren erfahren und erspĂŒrt. Sie haben somit eine innere Gewissheit, dass das so ist.
Auch heute erfahren die Mensches ES immer noch so, wie schon immer.
In der Mystik verwirklicht der Mensch das geistige Einswerden mit dem unendlichen Sein.
Mystik ist eine im Einzelnen entstehende und in ihm sich stets erneuernde Ăberzeugung.
Albert Schweitzer, 1935
Der Unterschied zwischen Gedankenkonstrukten und einer eigener Erfahrung
ist vergleichbar damit, wenn ein Tourist einem Eskimo erklÀren wollte, wie eine Rose riecht. Der Eskimo wird aufgrund seiner Lebenserfahrungen mit Eis, kaltem Wind, Geruch des Feuers im Iglu und tranigen Kleidern sich vorstellen, wie eine Rose riecht. Man kennt den Geruch einer Rose aber erst, wenn man selbst an der Rose gerochen hat. Dann weiss man es.
Weisheitsgeschichte:
Als ein SchĂŒler anmahnte, die geistliche Lehre des Meisters mĂŒsse auf den heutigen Stand gebracht werden, lachte der Meister laut auf. Dann erzĂ€hlte er die Geschichte von einem Studenten, der sich in einer Buchhandlung beschwerte:
â Haben Sie keine neueren BĂŒcher ĂŒber Anatomie? Diese hier sind doch mindestens zehn Jahre alt. â
Sagte der BuchhĂ€ndler: â In den letzten zehn Jahren kamen zum menschlichen Skelett keine neuen Knochen hinzu, mein Lieber. â
Und der Meister ergĂ€nzte: â Ebenso wenig gab es irgend einen Zusatz zu der
Natur des Menschen in den letzten zehntausend Jahren. â
Mello
Auf dieser Homepage geht es also um zeitlose Erfahrungen, Lehren und Weisheiten
Wenn man sich mit den Weisheitslehren beschĂ€ftigt, sollte man also bereit sein, seine eigenen, vom Ego verzerrten Vorstellungen vom Menschen, von der Welt und von Gott zu ĂŒberprĂŒfen, denn die Weisen haben eine klare Sicht, die nicht vom Ego getrĂŒbt ist.
Nach vielen Jahren intensiver BeschÀftigung mit diesen Weisheitslehren
- durch Lesen und Diskutieren unzĂ€hliger BĂŒcher und
- durch Teilnahme an sehr vielen Workshops mit weisen Lehrern
fasse ich auf diesen Seiten kurz das Wesentliche so zusammen,
wie ich die zeitlosen Weisheitslehren bis heute verstanden habe.
Bei spirituellen Themen benutze ich zwei Ausdrucksformen.
1. Unsere ĂŒbliche Beschreibung im Dualismus. Dabei ist z.B. Gott ein GegenĂŒber der
Menschen und der Welt.
2. Eine ganzheitliche Beschreibung, denn von allen Weisen der letzten Jahrtausenden
wissen wir, dass die DualitÀt nicht existiert, dass diese eine Illusion ist .
In Wirklichkeit gibt es nur Nicht-Zwei, die Einheit, das All-Eins-Sein.
FĂŒr jemanden, der erst anfĂ€ngt, sich damit zu beschĂ€ftigen, mag diese Zusammenfassung und Kurzfassung der Weisheitslehren eine Starthilfe sein.
Atheisten und Agnostiker
Diese Homepage kann gerade fĂŒr Atheisten und Agnostiker interessant sein. Dass diese - meist in frĂŒher Jugend bereits - erkannt haben, dass es den Gott nicht gibt, wie er ihnen gepredigt wurde, ist sicher eine richtige Erkenntnis, denn alle Weisen sagen: Gott ist anders. AuĂerdem ist jede Gotteserfahrung anders, sie gleichen sich nie.
Es ist vergleichsweise so, als ob man in einer Millionenstadt verschiedene Stadtteile besucht. Jeder Stadtteil ist anders, genaugenommen sogar jede Strasse, die man kennenlernt. So ist es nicht verwunderlich, dass z.B. der Islam 99 herrliche Namen fĂŒr Allah kennt, also mindestens 99 Aspekte des GroĂen Geheimnisses oder des Absoluten, wie wir ES selbst erfahren können.
- Gott ist anders: UnglĂŒcke, Katastrophen, SchicksalsschlĂ€ge
Wenn man bei UnglĂŒcken oder Katastrophen fragt:â Wie konnte das Gott zulassen?â oder âWo war Gott?â, so beweist das nicht, dass es Gott nicht gibt, sondern zeigt, dass wir mit unserem Verstand die Allmacht Gottes nicht verstehen können. Es zeugt auch davon, dass niemand ernsthaft daran glaubt, weiterhin auch ohne Körper existieren zu können.
Doch die Weisen sagen uns: Wir sind nicht der Körper, sondern die Seele - unsere Wahre Wesensnatur - und diese ist ungeboren und stirbt nie, da sie ewig ist.
Zitat von Albert Schweitzer, 1935.
......wir brauchen eine Philosophie, die tiefer und lebendiger ist und von gröĂerer geistiger und ethischer Kraft getragen wird, als unsere bisherige. In der furchtbarenZeit, die die Menschheit gegenwĂ€rtig durchlebt, mĂŒssen wir alle, im Osten wie im Westen, Ausschau halten nach diesem vollkommeneren und mĂ€chtigeren Denken, das die Herzen der einzelnen erobert und ganze Völker zwingt, seine Macht anzuerkennen. Das ist das Ziel, nach dem wir streben mĂŒssen.
Die europĂ€ische und die indische Philosophie....sind HĂŒterinnen wertvollen Gedankenguts. Aber beide mĂŒssen nach einer Denkweise trachten, die sich ĂŒber all die Unterschiede der geschichtlichen Vergangenheit hinwegsetzt und schlieĂlich von der ganzen Menschheit geteilt wird. Die wirkliche Bedeutung einer Auseinandersetzung des abendlĂ€ndischen und des indischen Denkens liegt darin, daĂ jedes die UnzulĂ€nglichkeiten auf jeder Seite erkennt, und sich dadurch angespornt fĂŒhlt, nach einem vollkommenen Denken zu suchen.
Ihre Auswahl der kĂŒnftig zu lesenden BĂŒcher:
Jeder kann BĂŒcher auswĂ€hlen und lesen,
- die entweder aus dem Dualismus heraus
- oder aus der All-Einheit heraus von Weisen geschrieben wurden.
Sie haben die Wahl.
Das gilt nicht nur fĂŒr Autoren, sondern auch
fĂŒr Ihre Auswahl von Philosophen, Psychoanalytikern, Menschen, Lehrern oder Meistern,
mit denen Sie sich kĂŒnftig intensiv befassen wollen.
BĂŒcher und Texte intellektuell verstehen
Alle Texte von Weisen / Mystikern sind von zwei Ebenen her verfasst:
1. Von der relativen, dualistischen Gedanken-Ebene her und /oder
2. von der absoluten, ganzheitlichen Erfahrungs-Ebene her.
FĂŒr Leser ist es empfehlenswert, bei jedem Satz selbst zu reflektieren, ob dieser Satz fĂŒr die relative oder absolute Ebene gilt, weil in der Regel diese Ebenen im Text stĂ€ndig wechseln.
Die Dinge, die die relative Ebene betreffen, kann der nicht erleuchte Leser selbst umsetzen, die anderen nicht.
Begriffe wie z.B. âPersönlichkeitâ, âEgoâ, âWesenâ, âWesensnaturâ, âIchâ , (âkleines Ichâ, groĂes Ichâ), âSelbstâ , âhöheres Selbstâ, âCharakterâ, âPersonaâ oder âSeeleâ oder âGottâ werden von allen Autoren unterschiedlich verwendet. Wenn Sie entsprechende BĂŒcher lesen, sollten Sie immer erst einmal selbst herausfinden, in welchem Sinn der jeweilige Autor diese Begriffe verwendet.
Das Leben enthÀlt einen Vorteil, einen Nachteil und ein RÀtsel
Der Vorteil: Geht es dir schlecht, - das geht vorbei.
Der Nachteil: Geht es dir gut, - das geht vorbei.
Das RĂ€tsel: Worum geht es ĂŒberhaupt?
Aldinger
Auf dieser Homepage geht es also um umnennbare, zeitlose Erfahrungen und Weisheitslehren - und nicht ums Denken.
Wenn Sie jetzt bereits die Seite wegklicken wollen, so schildern Sie doch bitte rasch mal mit Worten Ihr Lieblings-MusikstĂŒck. Auch das Gesicht Ihrer Mutter kann man nicht mit Worten beschreiben, aber man weiĂ es. Das ist die eigene, innere Gewissheit.
Sind Hoffnung und Angst ausgelöscht, dann ist die Sorge ĂŒberwunden.
Longchenpa
- © Dr. Hartmut G. Streng